Habeck will die Globalisierung fair und besser machen

Handel

Habeck in Davos

In dieser Woche findet das „World Economic Forum" (WEF) in Davos nach pandemiebedingter Pause wieder statt. Am Sonntagnachmittag ist Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in die Schweiz gereist und hat vorab ein Bekenntnis zur Globalisierung abgelegt.

Davos steht für Globalisierung

„Das Weltwirtschaftsforum in Davos gilt als Symbol für die ungebändigte Globalisierung, die die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen befeuert, Finanzkrisen den Boden bereitet und soziale Ungleichheit verschärft hat. Bei aller berechtigten Kritik bietet Davos aber auch Raum für kontroverse und kritische Debatten über diese Fragen. So stand Anfang 2020 die Klimakrise im Zentrum – und damit verbunden die Erkenntnis, dass die Erderhitzung große Risiken für Finanzmärkte, Wirtschaft und Sicherheit bedeutet. Seitdem haben die Coronapandemie und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine die Welt erschüttert. Der Welthandel ist ins Stocken geraten, Lieferketten reißen, es droht eine Hungerkrise, weil Russland Weizenlieferungen aus der Ukraine blockiert. Aus dieser Erschütterung heraus muss ein Umdenken erwachsen. Es ist Zeit, sich klar zu werden, wie wir die Globalisierung besser, fairer und nachhaltiger machen. Es gilt, Resilienz zu stärken und Kooperation neu zu begründen. Und diese Debatte müssen wir führen, auch in Davos.“

Die Globalisierung verbessern

Habeck weiter: „Es wäre dabei falsch, die Antwort auf die Krisen in einer De-Globalisierung zu suchen. Das würde Rückzug, Abschottung und Nationalismen bedeuten – in einer Zeit, in der die Stärke von Bündnissen mehr gefragt ist denn je. Wir müssen stattdessen die politischen Rahmenbedingungen so gestalten, dass eine weltweite Zusammenarbeit auf Basis von klaren und fairen Regeln im Mittelpunkt steht. Entsprechend sollten wir auch den Welthandel in Zukunft ausgestalten – mit fairen Abkommen, die anerkennen, dass Nachhaltigkeit die Essenz von Handel ist, kein Nice-to-have. Solange eine Reform der WTO blockiert ist, sollten wir auf bilaterale Handelsabkommen mit klaren Standards setzen. Ein Ziel ist, einseitige Abhängigkeiten zu verringern, in dem wir mehr Diversifizierung und Risikovorsorge betreiben. Mehr und bessere Kooperation macht uns widerstandsfähiger und schützt uns.“

Globalisierung 2.0

Habeck will mit fairen Regeln die Globalisierung in eine bessere Zukunft führen und sich insbesondere mit seinen Amtskollegen aus der Schweiz (Bundesräte Guy Parmelin und Simonetta Sommeruga), aus Tschechien mit Jozef Sikel, der Ukraine mit Yulia Svyrdenko, mit Faisal Alibrahim aus Saudi-Arabien sowie mit dem chinesischen Sondergesandten Xie Zhenhua austauschen.

roRo

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