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Halber qm Verkaufsfläche je Person

Handel

Bei Verkaufsflächen ist der LEH satt

In Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen jedem Menschen ein halber Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „Lebensmitteleinzelhandels-Atlas 2009“ des Beratungsinstituts Georg & Ottenströer aus Hamburg.

Nachholbedarf im Süden und Westen
Die drei Länder bieten 1.000 Einwohnern jeweils 500 Quadratmeter Ladenfläche an und liegen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 420 m2 je 1.000 Einwohner. Spitzenreiter unter den großen Städten sind München, Nürnberg, Bremen und Leipzig mit etwa 320 m2 je 1.000 Einwohner.
Kleine und mittlere Städte haben laut Studie einen höheren Versorgungsgrad. Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern und ländliche Räume sind unterdurchschnittlich ausgestattet. Die Autoren vermuten, das die Gründe in einer mangelnden Flächenverfügbarkeit und teilweise restriktiver Genehmigungspraxis liegen. Auch hohe Immobilienpreise könnten restriktiv wirken.
Discounter wurden gesondert untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass je 1.000 Einwohner 145 m2 zur Verfügung stehen. Die Discounterdichte ist im Osten höher. Den Spitzenwert haben die Autoren in Sachsen-Anhalt mit 250 m2 je 1.000 Einwohnern gemessen.

Studie sieht noch Marktlücken
Eine hohe Flächenausstattung wird von Agrarverbänden gerne als Zeichen für den Verdrängungswettbewerb angeführt, der über den Preis geführt wird. Die Studie von Georg & Ottenströer kommt aber zu einem anderen Schluss. Sie vermuten, dass in manchen Metropolen noch erhebliche Marktlücken bestehen. Aber in den mittelgroßen Städten mit stark überdurchschnittlicher Flächenausstattung wird mit einer weitergehenden Verdrängung der traditionellen Lebensmittelgeschäfte gerechnet.

roRo

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