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Handelsplattform für biogene Rohstoffe

Handel

Auftragszüchtung für Pflanzenrohstoffe

Lösungsansätze für eine biobasierte Wirtschaft sind gesucht. Im Juli diskutierten Wissenschaftler, Landwirte und Politiker auf dem BioCampus im Hafen Straubing-Sand über eine digitale Rohstoffbörse. Ann-Kathrin Kaufmann vom BioCampus Straubing: „Wir brauchen eine Online-Plattform für den Handel mit biobasierten Rohstoffen. Eine digitale Rohstoffbörse könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten, die Verfügbarkeit von Rohstoffen zu verbessern.“

Für Benjamin Nummert vom Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern wäre die Plattform nicht nur ein Austausch zwischen Angebot und Nachfrage, sondern auch eine Gelegenheit für eine strategische Vernetzung der Partner.

Ein Beispiel aus der Praxis präsentierte Dr. Fred Eickmeyer von Eskusa. Das Unternehmen aus Parkstetten beschäftigt sich mit der Auftragszüchtung von Pflanzenmaterial. Anhand von Biomassepflanzen, Lupinenprotein, Löwenzahn und Heilpflanzen zeigt Eickmeyer das Bioökonomiepotenzial auf. „Pflanzenzucht, Anpassung an regionale Klimabedingungen und Innovation bergen eine große Chance für nachhaltige regionale Wirtschaftskreisläufe“, ist Eickmeyer überzeugt und liefert dazu noch ein beispielhaftes Argument für eine typische Industrieanwendung. Ein Problem in der industriellen Produktion sind Rohstoffengpässe oder der Wunsch chemisch basierte Werkstoffe durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Der russische Löwenzahn kann beispielsweise so eine Alternative sein. Er eignet sich ideal als nachwachsender Rohstoff für die Herstellung von Kautschuk, Latex und Inulin und macht einmal mehr deutlich, wie wichtig Alternativen für die stetige Rohstoffversorgung sind.

Silvia Hrouda (Kompetenzzentrum für Ernährung – Kern in Freising) http://www.kern.bayern.de

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