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HDE mit neuer Beitragsordnung

Handel

HDE meistert interne Herausforderungen

Auf dem Deutschen Handelskongress in Berlin hat Josef Sanktjohanser, Präsident des Deutschen Handelsverbandes (HDE) die Herausforderungen für den Handel beschrieben. „Wir rechnen mit einem nominalen Wachstum von 1,5 Prozent“, sagte er in Berlin. Die Branche stehe jedoch vor einem Umbruch. E-Commerce, veränderte Verbraucherbedürfnisse und steigende Energiepreise drücken auf die Stimmung im Handel. Neu sei nicht, dass ein Wandel Gewinner und Verlierer produziere, neu sei aber, „dass prominente Unternehmen aus dem Markt verschwinden.“

Neues Beitragskonzept

Selten war der Handelskongress im Vorfeld so heiß diskutiert, denn der HDE steht auch vor einer Finanzreform. Die wenigen Großen wollten nicht weiter Zahlmeister des Verbandes sein. Weniger Geld für den Hauptverband dürfe aber die Landesverbände nicht schlechter stellen und bei der Besetzung der Führungspositionen fürchteten die kleineren Händler eine Benachteiligung durch Vertreter der Großen.
Die Delegiertenversammlung hat die internen Herausforderungen gemeistert.
Künftig gilt ein einheitlicher Beitragssatz in Höhe von 0,1 Promille des Vorjahresbruttoumsatzes, den bislang nur die Lebensmittelhändler bezahlen mussten. Die Vertreter der Non-Food-Branche mussten bislang 0,3 Promille einzahlen. Es gibt auch eine Kappungsgrenze in Höhe von 1,5 Millionen Euro für bundesweit agierende Konzerne und Unternehmensgruppen. Darüber hinaus wird der HDE ein Projektbudget in Höhe von einer Million Euro erhalten, um in Berlin und Brüssel seiner Arbeit nachgehen zu können.
Auch bei der Besetzung des HDE-Gremiums wurde eine Einigung erzielt. Ab November 2014 soll der HDE-Vorstand auf maximal 18 Mitglieder erweitert werden. Ihm sollen jeweils acht Vertreter aus den Landesverbänden und aus großen Unternehmen angehören. Zusätzlich können zwei weitere Persönlichkeiten in einer Ergänzungswahl aufgenommen werden. Fünf Mitglieder werden den „Geschäftsführenden Vorstand“ bilden und das Präsidium wird in Präsidialrat umbenannt.
In der Summe zeigt sich Sanktjohanser zufrieden: „Die Herstellung von Beitragsgerechtigkeit ist Grundvoraussetzung für den Fortbestand der Einzelhandelsorganisation.“

roRo

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