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„Homing“ fördert TK-Markt

Handel

Tiefkühlkost ist tragende Säule des Handels

Im Jahr 2009 verzeichnete der Tiefkühlmarkt nach Angaben des Tiefkühlinstituts ein weiteres Wachstum. Die Gesamtabsatzmenge lag bei 3,22 Millionen Tonnen und damit 0,7 Prozent über dem Vorjahr. Der Umsatz stieg von 11,160 auf 11,275 Milliarden Euro und zeigt, dass Verbraucher den gekühlten Produkten auch im Krisenjahr die Stange halten. Der Durchschnittsbürger verzehrte 300 Gramm mehr im Jahr und erreichte damit 39,3 Kilogramm Tiefkühlkost je Person.

LEH und GV-Bereich
Mit 1,74 Millionen Tonnen verzeichnet der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) mehr als die Hälfte des Absatzes. Darin enthalten sind auch die Heimdienste und Discounter. Insgesamt wurde ein Umsatzplus von 0,7 Prozent auf 6,738 Milliarden Euro verzeichnet, wobei nur TK-Fisch und TK-Gemüse einen leichten Umsatzrückgang verzeichnen mussten. Wachstum gab es bei Backwaren und Snacks.
Ein deutliches Plus verzeichneten die Tellergerichte, die zu Hause nur noch erwärmt werden mussten. Neu sind dabei die Teilgerichte, bei denen Konsumenten zu Hause noch eigene Beilagen zusätzlich servieren können. Hier kommt nach Ansicht des Tiefkühlinstituts die Branche dem Kunden entgegen, der mit TK-Ware wieder mehr zu Hause isst. Bei dieser Form des „Homing“ werden Convenienceprodukte bevorzugt.
Die zweite tragende Säule der Branche ist mit 1,49 Millionen Tonnen der Bereich der Gemeinschaftsverpflegung. Der Umsatz wuchs um 0,8 Prozent auf 4,538 Milliarden Euro. TK-Brötchen und Teilgerichte wie Soßen wurden am meisten nachgefragt.


Aussicht
Das Tiefkühlinstitut sieht noch weiteres Wachstum. Allerdings sind derzeit die Truhenflächen im Handel und die Lagerkapazitäten zu Hause limitierende Faktoren. Der Handel solle daran arbeiten, die Umschlagsgeschwindigkeit zu erhöhen.

roRo; Grafik: Tiefkühlinstitut

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