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IBM macht Maersk-Container transparent

Handel

EU erlaubt Joint Venture zwischen IBM und Maersk

Container elbabwärts

80 Prozent des internationalen Handels wird über die „sieben Weltmeere“ abgewickelt. Die Erfindung des Containers hat den Weg vom Hersteller bis zum Kunden deutlich vereinfacht. Frachter können heute mehr als 20.000 TEU-Container transportieren (sechs Fuß Länge). Die Güter, die heute per Schiff an A nach B transportiert werden haben einen Wert von etwa vier Billionen US-Dollar im Jahr.

Rückverfolgbarkeit und Kontrolle über den Weg des einzelnen Containers wird auch auf dem Seeweg immer wichtiger. Anfang des Jahres hat die weltgrößte Reederei Maersk ein Joint Venture mit dem Elektronikkonzern IBM angekündigt, die lückenlose Kontrolle einzelner Container in die Praxis umzusetzen. Am Montag hat die EU dem Joint Venture zugestimmt.

Grundlage ist die so genannte Blockchain-Technologie. Das ist eine Art elektronisches Kassenbuch, auf das jeder Partner innerhalb der Lieferkette Zugriff hat und seine Einträge vornimmt. Da die Daten dezentral verwaltet werden, gilt die Blockchain als fälschungssicher. Die Daten werden in Echtzeit eingetragen und von allen beteiligten Rechnern auf Plausibilität geprüft. IBM gilt als globaler Führer in der Blockchain-Technologie. Die Waren und Container können über alle Grenzen hinweg vom Hersteller, der Reederei, dem Transportunternehmen, Häfen und Terminals bis hin zum Zoll die Fracht „begleitet“ werden. Am Ende profitiert davon der Verbraucher.

Was IBM und Maersk miteinander entwickeln soll auch anderen Reedereien weltweit zur Verfügung gestellt werden. Chef des Joint Ventures wird Michael J. White. White ist ehemaliger Präsident der Maersk Line in Nordamerika und gibt sich sicher, dass die „fehleranfälligen manuellen Prozesse“ verschwinden werden.

Roland Krieg; Foto: roRo

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