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"28, 29, dreißig"

Handel

Roggenbrot aus Guben

Brandenburg ist das Roggenland schlechthin. Kaum eine andere Getreidefrucht gedeiht auf den märkischen Böden so effizient und ist außerdem so gesund. Was liegt also näher für eine Gubener Bäckerei ein Roggensortiment aufzubauen und auf der Grünen Woche den Roggourment zu suchen? Seit 1911 im Familienbesitz wurde die Traditionsbäckerei von Paul über Werner auf Petra übertragen und derzeit von den beiden Töchtern Petra und Antje geleitet. Petra Dreißig erklärte Herd-und-Hof.de, dass 28, 29, Dreißig keine Werbeaktion für die Internationale Messe sei, sondern das Markenzeichen der Lausitzer Bäckerei.

Roggenvielfalt
Der Roggen wird von der Müllroser Mühle bezogen und in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern des Instituts für Getreideverarbeitung aus Nuthetal bei Potsdam (IGV) wurde die Brotherstellung so bearbeitet, dass kein Sauerteig für das Roggenbrot notwendig ist.
So glänzt die Bäckerei mit einem Rogget, dass zu 50 Prozent aus Roggenmehl hergestellt ist und am Stand verkostet werden kann. Ganz neu ist die Roggbombe: Ein Pfannkuchen mit Roggenmehl. Petra Dreißig hat eine Roggbombe aufgeschnitten und es kommt im hellen Weizenmantel der dunkle Roggenkern deutlich um Vorschein.
Wer Pizza auf die Hand für unterwegs mag, der sollte umsteigen. Der Roggenklotz ist ein kräftig sättigendes „Brötchen“ mit Salamistückchen und mit Käse überbacken. In süßer Richtung experimentiert die Bäckerei mit einer Roggenunterlage für Sahnetörtchen.
Bei so viel Ideenreichtum bleibt die Frage nicht aus, wer für die Innovationen im Hause zuständig ist. Die Kreativkünstler sitzen in allen Abteilungen, bemerkt die junge Bäckerin. Produktneuheiten werden zusammen entwickelt. Das Unternehmen, eine KG, beschäftigt 720 Angestellte und bietet Ausbildungsberufe in den Bereichen Bürokauffrau, Bäcker, Backwarenverkäufer und Werbegestalter.
Die Berliner müssen allerdings auf die Gubener Backwaren verzichten. Hier ist der konventionelle Markt durch tieffrierenden Billigbrötchen-Anbieter so zerstört, dass „wir nur bis „Randberlin“ ausliefern. Qualitätsbackwaren haben nur im Biobereich eine Chance. Dafür aber müsste, so Dreißig, eine von der konventionellen Produktionsschiene getrennte komplette Verarbeitung erst aufgebaut werden.
Die Bäckerei „28, 29, dreißig“ finden Sie in der Brandenburghalle 21a / Stand 126

Während der Grünen Woche stellt Herd-und-Hof.de einige Messeneuheiten aus Brandenburg in loser Reihenfolge vor.

roRo

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