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Illegal Beschäftigte – auch ohne Fleischindustrie

Handel

Ohne Fleischindustrie keine Meldung wert?

Die Bundespolizei hat am Mittwoch in fünf Bundesländern einen Schlag gegen die Schleuserkriminalität durchgeführt. 800 Beamte, 60 Wohnungen und zwei verdächtige Zeitarbeitsfirmen, die in den letzten sechs Monaten mindestens 82 Personen nach Deutschland eingeschleust haben sollen. Die Bundespolizei selbst meldet, dass Osteuropäer als „Scheinstudenten“ mit gefälschten Papieren illegale Arbeit vermittel wurde.

Pflichtgemäß hat ein Hamburger Nachrichtenmagazin darüber berichtet. Rund 40 Prozent des Berichtes bezieht sich auf die nicht betroffene Fleischindustrie. Ausführlich wurden noch einmal die Arbeitsbedingungen und die politischen Pläne zum Ende der Werksverträge angeführt.

Die Aktion der Bundespolizei gegen Schleuser, gefälschte Pässe und Ausgebeutete illegal eingereister Menschen ist ohne den Bezug auf die Fleischindustrie offenbar nichts wert. Nach einem Gespräch mit der Bundespolizei hätten sich die 40 Prozent Text auch auf die Automobilindustrie, Möbelindustrie oder das Reinigungsgewerbe beziehen können. „Die Zielrichtung der Maßnahme geht gegen die beiden verdächtigen Zeitarbeitsfirmen“, bestätigte der Sprecher. Und das ist allein schon schlimm genug.

Roland Krieg

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