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Im Verkehrssektor klemmt die Umwelt

Handel

UBA-Daten zur Umwelt 2015

Am Dienstag hat das Umweltbundesamt die Umweltdaten für 2015 vorgestellt. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger hat dabei auf positive und negative Entwicklungen hingewiesen.

Positiv

98 Prozent der deutschen Badegewässer erfüllen nach Angaben des UBA die Anforderungen der EU-Badegewässerrichtlinie. Zudem hat das Trinkwasser nahezu überall „eine sehr gute Qualität“. Nur bei Bächen und Flüssen gibt es Einschränkungen. Das Prädikat „gut“ erreichen nur zehn Prozent der Fließgewässer und eines der Küstengewässer an Nord- und Ostsee. Damit verfehle Deutschland die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Als Problem identifiziert Krautzberger den Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft.

Die Deutschen gehören weltweit zu den Spitzenreitern beim Recycling. Rund 70 Prozent der Abfälle werden wiederverwendet. Noch besser wäre es allerdings, weniger Abfälle zu erzeugen.

Negatives

Probleme gibt es beim Gütertransport und Verkehr. „Der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, der seine Emissionen seit 1990 nicht mindern konnte“, sagte Krautzberger in Berlin. Es werden nicht nur immer mehr Güter auf der Straße transportiert, sondern sparsame Motoren beim Pkw durch PS-starke und schwere Fahrzeuge konterkariert. Der Verkehrssektor emittiert etwa 18 Prozent der Emissionen in Deutschland. Im Straßenverkehr sind sie sogar noch um 0,6 Prozent angestiegen.

Als Lösung schlägt Krautzberger vor, die Lkw-Maut auf Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen auszuweiten und CO2-Grenzwerte für Lastkraftwagen einzuführen.

Lesestoff:

Die Umweltdaten 2015 finden Sie auf www.umweltbundesamt.de

roRo

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