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Im Wetterchaos

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Warum Franzosen bibbern und Polen schwitzen

Einheitlich grau ist das Wetter in Deutschland. Ein bisschen Wind hier, ein bisschen Wind dort. Es ist ja November. Was manche Menschen mit einem Achselzucken hinnehmen ist ein europäischer Ausnahmezustand. Das Chaos um uns herum bekommen die Deutschen mit einem Blick in den Himmel gar nicht mit.  

Naja. Vielleicht noch, das Venedig derzeit unter der zweithöchsten Flutwelle seiner Geschichte leidet. Aber Venedig ist weit. Die Ursachen für das Wetterchaos kennen die Bauern aus dem Jahr 2018. Hoch und Tiefs verharren lange an einem Ort und verstärken dadurch ihre Auswirkungen. Konkret heißt das: In Nordskandinavien ist es derzeit wirklich eisekalt, von Island bis zur iberischen Halbinsel ist der November gegenüber dem Durchschnitt zu kalt, von Polen bis in die Türkei zu warm. Die Alpenländer versinken in Schnee und in Norditalien ist es zu nass. Wo Hoch und Tief angrenzen windet es auf. Was in diesem Fall das Wasser in der Lagune von Venedig gegen die Stadt drückt.

Bis Ende November wird sich an der Großwetterlage nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes kaum etwas ändern. Das Chaos in den Nachbarstaaten verstärkt sich, die Deutschen bekommen fast nichts mit.

Die Klimaveränderungen müssen nicht immer am eigenen Ort zu spüren sein.

Roland Krieg

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