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Jetzt will Rewe Kaiser´s

Handel

Caparros will Kaiser´s

Kaum hat das Bundeskartellamt dem Kaiser´s-Edeka-Deal einen ersten Riegel vorgeschoben, meldet sich Rewe-Chef Alain Caparros. Die Märkte von Kaiser´s Tengelmann befänden sich an attraktiven, funktionierenden Standorten und könnten dauerhaft profitabel geführt werden. Am Mittwoch listete Caparros vier Punkte auf, die für eine Fusion Kaiser´s-Rewe sprechen:

„1. Rewe würde im Falle einer Übernahme von Kaiser´s Tengelmann alle Arbeitsplätze sichern.

2. Bei einer Übernahme der Kaiser´s Tengelmann-Märkte wird Rewe alle Märkte als Filialen weiterführen. Kein Markt würde privatisiert.

3. Zugleich würde Rewe alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kaiser´s Tengelmann tarifgebunden weiter beschäftigen.

4. Die Rewe würde die Mitbestimmung bei Kaiser´s Tengelmann durch Betriebsräte flächendeckend garantieren."

Vielleicht möge Caparros im Schreiben des Bundeskartellamtes „Edeka“ durch „Rewe“ ersetzen und prüfen, ob sich am Resultat etwas verändern könnte [1]. Caparros Liste könnte auch Anreiz für die Tengelmänner sein, an Kaiser´s festzuhalten. Denn die Flächenleistung dort liegt höher als bei den Fusionswettbewerbern. Wenn sich Kaiser´s nicht mehr lohnt, liegt das weder am Personal noch an den Kunden. Im Fußball wäre ein Trainerwechsel angebracht.

Lesestoff:

[1] Tengelmann-Deal nur noch mit Auflagen möglich

Roland Krieg

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