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Käsemarkt Niedersachsen expandiert

Handel

Zwei Drittel der niedersächsischen Milch wird Käse

Käse hat in der Verbrauchergunst in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt, das macht sich auch in den Verarbeitungsmengen der deutschen Molkereien bemerkbar. Allein in den aktuell 30 niedersächsischen Unternehmen hat die Käseproduktion in den vergangenen Jahrzehnten einen echten Siegeszug angetreten. Erstmals wurden nach Mitteilung der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) 2010 fast 550.000 t Käse hergestellt. Zehn Jahre zuvor wurden in Niedersachsen gut 300.000 t Käse produziert, im Jahr 1950 waren es bescheidene 38.000 t. Zwei Drittel der gesamten niedersächsischen Milcherzeugung in Höhe von gut fünf Milliarden kg wird mittlerweile von den Käsereien verarbeitet. In die Trinkmilcherzeugung dagegen fließen nur noch sechs Prozent der gesamten Milcherzeugung.

Auch bundesweit spielt die Käseproduktion eine immer wichtigere Rolle, hat allerdings nicht den Stellenwert wie in Niedersachsen. Knapp jeder zweite Liter Milch wurde 2010 von den rund 160 Verarbeitungsunternehmen zwischen Flensburg und Oberstdorf zu Hart-, Schnitt- oder Weichkäse verarbeitet. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil bei 41 Prozent. In der bundesweiten Verarbeitungsstatistik wandert etwa jeder dritte Liter Milch in Produktionsstätten zur Herstellung von Konsummilch, Joghurt, Kefir oder den anderen Produkten im sogenannten weißen Sortiment. Vom Gesamtvolumen wurde in den vergangenen zehn Jahren anteilig weniger Milch für Milchpulver und Magermilcherzeugnissen verwendet. Die Molkereien haben mit innovativen Produkten ihr Portfolio auf die Nachfrage der Verbraucher ausgerichtet. So stieg beispielsweise bundesweit der Käsekonsum allein von 1996 bis 2010 um gut zwei Kilogramm auf 22,8 kg je Kopf und Jahr. Der Verzehr von Trinkmilch dagegen ist rückläufig und liegt aktuell bei 53,6 kg. Die Molkereiwirtschaft ist mit einem Jahresumsatz von 22 Milliarden Euro innerhalb der Ernährungsbranche der größte und auch innovativste Bereich.

LPD

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