Kein Umkehrtrend beim Handelsprotektionismus

Handel

Welthandel wird zunehmend behindert

Im letzten Jahr hat der 10. EU-Bericht zum Handelsprotektionismus 150 neue Maßnahmen verzeichnet. Der Trend gegen den freien Handel kehrt sich alles andere als um. Am Montag hat die EU ihren 11. Bericht vorgestellt und in den letzten 13 Monaten 170 neue handelsschädigende Maßnahmen verzeichnet.

„Bedauerlicherweise betrachten viele Länder Protektionismus immer noch als ein zulässiges politisches Instrument“, beklagte die neue EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. „Das steht eindeutig im Widerspruch zu den Zusagen der G20, auf die Einführung neuer Handelsbeschränkungen zu verzichten und bestehende Hindernisse zu beseitigen.“

Die meisten Maßnahmen haben Russland, China und Indonesien zu verantworten. Im gleichen Zeitraum wurden nur 12 Maßnahmen gestrichen.

Alle Länder hängen zunehmend von den Ressourcen der anderen ab. Daher sind beschränkende Maßnahmen schädlich. Innerhalb der Werkzeugkiste greifen die Länder zunehmend auf inländische Abgaben, technische Vorschriften und Lokalsierungsauflagen zurück. Besonders einfallsreich zeichnet sich dem Bericht nach China aus. Es geht nicht nur um physische Ware. Immer mehr Dienstleistungen und Investoren sind von den Hemmnissen betroffen. Hier spielen nach dem Bericht die USA eine führende Rolle.

Lesestoff:

Den aktuellen Bericht finden Sie unter http://ec.europa.eu/trade/creating-opportunities/trade-topics/market-access/

roRo

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