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Kleine Wasserkraft stärken

Handel

EEG-Anreize bei kleiner Wasserkraft ungenügend

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller hat in einem Brief an Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen um mehr Unterstützung für kleine Wasserkraftanlagen gebeten. „Kleine Wasserkraftanlagen erzeugen effizient und kontinuierlich CO2-freie Energie. Wir müssen daher alle Möglichkeiten nutzen, um diese klimafreundliche Wasserkraftnutzung mit den ökologischen Ansprüchen der Gewässer zu vereinbaren“, erklärte Untersteller.

Einklang mit WRRL

1.700 Wasserkraftanlagen steuern in Baden-Württemberg rund 40 Prozent des Ökostroms bei. 65 Anlagen mit mehr als einem Megawatt Leistung zählen zur so genannten „großen Wasserkraft“. Die „kleine Wasserkraft“ reicht bis zu 100 kW hinunter. Alleine an den Programmstrecken zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) befinden sich rund 500 kleine Anlagen, „die weder durchgängig sind noch die weiteren Anforderungen erfüllen“, so Untersteller. Aus Sicht des Landes müssen die beiden Ziele „Energieausbau“ und „gewässerökologische Verbesserung“ vereinbar gestaltet werden. Dazu gehört die Unterstützung der Betreiber kleiner Anlagen. Hier gebe das Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht genügend Anreize. Deshalb habe das Land den Umweltminister gebeten, die Vergütung für kleine Anlagen eine neue Grenze von 100 kW einzuführen und die Einspeisevergütung um drei Cent zu erhöhen. Damit könnten die Betreiber die Wasserkraft besser nützen und die Ökologie berücksichtigen.

roRo

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