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Klima in Japan - Fischerei in Europa

Handel

Klimavereinbarung, ökologischer Transport und Fischerhilfe

In Japan haben sich die G8-Staaten auf ein gemeinsames Ziel zur Verminderung der Treibhausgase geeinigt. Auch wenn sie sich nicht auf ein Basisjahr als Ausgangspunkt haben festlegen wollen, so sollen die Emissionen bis 2050 um die Hälfte reduziert werden. Die G8-Staaten wollen dabei die Führungsrolle übernehmen und wollen mehr tun als die Schwellenländer. Umweltorganisationen kritisieren das als zu wenig, Kanzlerin Merkel zeigte sich zufrieden: „an diesem Ziel wird die Welt nicht mehr vorbeikommen.“ Der G8-Gipfel ist beim Klimaabkommen ein weiterer Schritt für die 2009 in Kopenhagen stattfindende Klimaschutzkonferenz, die das Programm nach Ablauf des Kyoto-Protokolls festlegen will.
EU-Präsident Manuel Barroso sieht die EU mit ihrem 20-Prozent Ziel bis 2020 auf dem richtigen Weg. Bei einem Ölpreis von 140 US-Dollar je Barrel spare die EU bei ihrem Klimapaket jährlich 80 Milliarden Euro.

Transport ökologisieren
In Brüssel hat die EU am Dienstag die Ökologisierung des Warentransports eingefordert. In einer Strategie zur Internalisierung der externen Kosten sollen alle negativen Effekte wie Klimawandel, lokale Umweltverschmutzung, Lärm und Stau erfasst und verrechnet werden. Ziel ist die Festlegung eines Rahmens, mit dessen Hilfe die Mitgliedsstaaten beispielsweise Mautgebühren je nach verkehrsbedingter Luft- und Lärmbelastung und Verkehrsaufkommen berechnen und variieren können. Das soll für Spediteure den Anreiz beinhalten, ihre Logistik und Fahrtenplanung zu verbessern und vor allem umweltfreundlichere Fahrzeuge zu kaufen.

Fischer von den hohen Ölpreisen entlasten
Die Preise für Schiffstreibstoff sind in der EU seit 2002 um rund 240 Prozent angestiegen. Bei 0,70 Euro je Liter landen rund 60 Prozent der KrabbenkutterEinnahmen wieder im Tank und hat bei einigen Segmenten der Fischerei eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst. Deshalb hat die EU am Dienstag eine Entlastung der Fischerei beschlossen. Joe Borg, EU-Kommissar für maritime Angelegenheiten und Fischerei: „Die Kommission erkennt an, dass sie dem Sektor helfen muss, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen.“ Dazu gehört der Abbau von Überkapazitäten, die Reduzierung der Treibstoffabhängigkeit und die Unterstützung von Maßnahmen, den Erstverkaufswert von Fisch zu steigern:
Sofortmaßnahmen, insbesondere Beihilfen bei vorübergehender Einstellung der Fangtätigkeit.
Umstrukturierung des Flottensegments, die sich bei den Anpassungsprogrammen beteiligen.
Beihilfen für Treibstoff sparende Ausrüstungen, Beratungen in Sachen Energiebilanz, Erweiterung der Vorruhestandsregelung, Forschung im Bereich Treibstoff sparen.
Neue Preisbeobachtungsstelle.
Erleichterung zu den EEF-Mitteln (Europäischer Fischereifonds).

roRo; Foto: roRo

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