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Klimawandel heute schon spürbar

Handel

Aktionsplan klimafestes Deutschland

Nicht nur die Landwirte leiden unter sich wiederholender Dürren. Die Wahrheit liegt noch immer in 1,80 Bodentiefe, wo seit drei Jahren Pflanzenwurzeln kaum noch Wasser finden. Auch in der Stadt macht sich der Klimawandel bemerkbar. Fehlende Begrünung heizen die Städte auf, Büros setzen ihre Fenster nicht mehr in Richtung Süden ein.

Allein für den Städtebau stehen in diesem Jahr 790 Millionen Euro Klimagelder zur Verfügung. „Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen. Das spüren vor allem jene Kommunen, die im Sommer mit Hitze und Wasserknappheit zu kämpfen haben. Damit uns der Umgang mit den Folgen des Klimawandels in Zukunft besser gelingt, brauchen wir gute Planung und Vorsorge mit Weitsicht“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei der Vorstellung des zweiten Fortschrittsberichtes zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel. Der Bericht listet eine Bilanz der 180 Maßnahmen aller Politikressorts auf. Drei Viertel davon sind bereits umgesetzt. Als neues Programm will Schulze noch in diesem Monat das Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ vorstellen. Dafür stehen 150 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket zur Verfügung.

Der Präsident des Umweltbundesamtes Dirk Messner sagte nach der Kabinettssitzung, dass die Folgen immer sichtbarer werden und die Aufmerksam auf sich lenken. „Die Renaturierung von Feuchtgebieten und Flussläufen, mehr Raum für Natur in den Städten, bodenschonende Verfahren in der Landwirtschaft – das alles sind Beispiele dafür, wie Anpassung ökologischen, ökonomischen sowie sozialen und kulturellen Nutzen entfaltet. Es geht nicht nur um Anpassung an die Folgen an die Erderhitzung, sondern um eine nachhaltige Gesellschaft an sich.“

Für die Optimierung der Anpassung an den Klimawandel soll eine Datenbank zu Schäden und Schadenskosten entstehen. Mit diesem bundesweiten Schadenskataster soll die kurz- und mittelfristige Planung für Maßnahmen verbessert werden. Eine Auswertung soll zeigen, wie viel Geld künftig für die Klimaanpassung notwendig wird.

Dreh- und Angelpunkt sind die Kommunen vor Ort. Vorsorgemaßnahmen gibt es nach Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), nicht zum Nulltarif. Er fordert ein Sonderprogramm Klimavorsorge, um den Maßnahmen zur Klimaanpassung noch einmal einen deutlichen Schub zu geben.

Lesestoff:

Den Bericht finden Sie  unter https://www.bmu.de/pressemitteilung/bundesregierung-beschliesst-aktionsplan-fuer-klimafestes-deutschland/

roRo

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