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Konjunktur: Dämpfer oder Einbruch?

Handel

Brexit löst US-chinesische Unsicherheit ab

Für den Handelsverband Deutschland war es wenig überraschend, dass Meldungen über die  gesamtwirtschaftlichen Leistungen in Deutschland Mitte November von einem Rückgang um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostizierten. Das ist der erste Wachstumsrückgang seit dreieinhalb Jahren. Während Wirtschaftszeitungen einen Auftragsrückgang in allen Sektoren vermelden, hält der Handelsverband Deutschland (HDE) an einem branchenspezifischen Effekt fest: Er sei auf die Verschärfung der Abgastests seit dem 01. September zurückzuführen, was im vierten Quartal nach der Anpassung wieder zu einer Erholung führe.

Gleichwohl dürfte der Höhepunkt des Wachstums hinter Deutschland und der Eurozone liegen. Wie das vierte Quartal abschließt und die Wirtschaft in das neue Jahr geht, bleibt also noch offen.

Die Weltlage zeigt in der Summe keine Entspannung. Im gleichen Maße, in der sich die Beziehungen zwischen den USA und China etwas entspannen, rücken die Unsicherheiten über den Brexit in den Vordergrund. Das Risiko für einen ungeordneten Austritt Großbritanniens ist noch nicht vom Tisch

Unbeeindruckt zeigt sich nach dem HDE-Konsumbarometer der Arbeitsmarkt, der jedoch als nachlaufender Konjunkturindikator gilt. Fachkräfteengpässe machen Unternehmen vorsichtig im Umgang mit ihrem Personal.

87 Prozent der Tarifbeschäftigten in Deutschland erhalten ein Weihnachtsgeld von durchschnittlich 2.595 Euro brutto. Die meisten nehmen das Geld als Geschenk wahr, was den Konsum im vierten Quartal beschleunigen sollte. Die Teuerungsrate lag in Deutschland zuletzt mit 2,5 Prozent über dem Durchschnitt der Euro-Zone (2,2 %). Treiber waren die Preise für Heizöl und Kraftstoffe.

roRo

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