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Konsum in China steigt

Handel

FMCG-Markt wächst in China On- und offline

Die aktuellen Quartalszahlen des britischen Marktforschungsinstituts Kantar Worldpanel weisen für das dritte Quartal ein Plus für das FMCG-Segment aus. Die Fast Moving Consumer Goods sind Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 6,3 Prozent. Die um 4,3 Prozent gestiegenen Preise steuerten einen größeren Anteil am Umsatz bei als der Mehrkonsum. Die Inflationsrate erreichte in China mit 2,5 Prozent den höchsten Monatswert seit Februar 2018.

Mit dem steigenden Konsum verändert sich der Wandel des Einkaufens. Moderne Supermärkte konnten ein Käuferplus von 2,6 Prozent in den letzten drei Monaten verzeichnen. Die mittlerern Geschäftsformate konnten neben mehr Konsumenten auch noch einen höheren Einkaufsbon verbuchen und wuchsen mit fünf Prozent überdurchschnittlich. Noch überdurchschnittlicher wächst der FMCG-Markt online. Im dritten Quartal wurde ein Plus von 43,6 Prozent gegenübder dem Vorjahr verzeichnet. Der Online-Handel hat bereits einen Anteil von 10,6 Prozent bei FMCG. 41,5 Prozent der chinesischen Haushalte nutzen das digitale Shoppen. Die Alibaba-Ableger Taobao und Tmall liegen dabei vor den Wettbewerbern von JD und YHD.

Der führende Lebensmitteleinzelhändler Sun-Art Group hält im urbanen Raum einen Marktanteil von 8,3 Prozent, hat aber kaum neue Kunden dazu gewinnen können. Hingegen konnte der RT-Markt mit mehr als 400 neuen Läden die Kunden auf neue digitale Technologien einschwören. Die Technologie wurde von Alibaba entwickelt. Der chinesische Internetriese hat mit Hema selbst einen Supermarkt auf den Weg gebracht.

Die größten ausländischen Supermärkte sind die Vanguard-Gruppe und Wal-Mart aus den USA. Vanguard aus Pennsylvania bedient die Convenience der Kunden und bietet vermehrt Restaurantbereiche und Self-Scanning-Kassen an.

China ist ein Paradebeispiel für die Verbindung der Online- mit der Offline-Welt. Unter diesem neuen Geschäftsbanner erreichen die Hybridläden bereits 5,2 Prozent aller Kunden in den größten Städten. Im ländlichen Raum hingegen ist der Auftritt sehr limitiert. Alibabas Hema ist in 16 Städten schon mit 80 Filialen unterwegs. Die Lieferdienste befinden sich nach Kantar Worldpanel in einem strengen Wettbewerb, der bereits zu mehreren Fusionen geführt hat.

Roland Krieg

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