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Konsumklima besser als das Sommerwetter

Handel

Konsumklima auf Höchststand

Das Wetterzeigt sich nicht gerade von seiner Sommerseite. Auf das Konsumklima hingegen wirken sich Wolken, Schlammlawinen und Regen nicht aus. Der am Mittwoch von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) vorgestellten Konjunkturerwartungen legte allerdings im Juni um 9,7 Punkte auf 18 Zähler zu und erreichte mit einem dritten Anstieg in Folge den höchsten Wert seit Juni 2015.

Die Konsumenten sehen die deutsche Wirtschaft im Aufwärtstrend und ließen sich auch durch einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU nicht schrecken. Der Brexit selbst wurde von der Befragung noch nicht erfasst. Die GfK erwartet daher, dass sich nach dem Brexit die Verunsicherung der Finanzmärkte auch auf die Verbraucher auswirken werde.

Die wichtigste Stütze der Konjunkturerwartung ist die Beschäftigung. Im April wurde mit 43,4 Millionen der höchste Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Dadurch sind die tariflichen Einkommen gestiegen und die Deutschen rechnen mit mehr Geld im Portemonnaie. Zudem liegt die Inflationsrate bei null Prozent.

Die Lage auf dem Zinsmarkt lässt die Konsumausgaben steigen. Die realen Konsumausgaben werden nach Einschätzung der GfK in diesem Jahr um zwei Prozent steigen. Nachgefragt sind auch hochwertige Güter.

Doch nach dem Sommer kommt auch ein Herbst. Die nächste Schätzung wird auch den Brexit verarbeitet haben. Die Nahostkrise bleibt in Dauerthema und kann über das Flüchtlingsthema die Werte verhageln.

Roland Krieg

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