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Ländlicher Raum: Anpassen

Handel

Binnenmigration unumkehrbar

Sehr viel Geld wird für die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land ausgegeben. Konzepte, die Migration in die Städte aufzuhalten oder gar rückgängig zu machen, waren bislang nicht erfolgreich. Im großräumigen Deutschland gibt es auch außerstädtische Regionen, die wachsen, aber eben viele, deren Abwanderung kaum  mehr aufzuhalten ist.

Selbst die Niederlande kennen das Problem. Mit der Aufnahme der Professur für Ländliche Soziologie zum aktuellen Wintersemester beschreibt Bettina Bock die Zukunft der Niederlande. Die jungen Menschen finden eher in den Städten Arbeit und in den letzten Jahren gehen immer weniger wieder zurück aufs Land. Die Attraktivität von Kultur und Daseinsvorsorge lockt die Menschen ebenfalls.

Am Ende gewinnt Randstad, eine so genannte Megalopolis aus mehreren Städten wie Amsterdam und Rotterdam mit acht Millionen Menschen im Westen der Niederlande. Auch das Städtedreieck Den Haag, Zwolle und Eindhoven wächst. Dagegen schrumpfen der Norden der Niederlande und die Regionen um Limburg und Zeeland. Bock hält den Prozess für unumkehrbar. Die Regionen müssen sich anpassen.

Die Niederlande setzen auf Freiwilligkeit, wie Gesundheits-Initiativen im ländlichen Raum oder für die Mobilität. Die Initiativen sind Mischungen aus formellen und informellen Organisationen, öffentlichen und privaten Akteuren. So bilden sich neue Netze zwischen Schulen, Tageszentren für Kinder und Senioren sowie mit Sportvereinen aus, die Familien „convenient“ in Anspruch nehmen können.

Im Rahmen der Berufsausbildung entstehen Netze zwischen Schulen und Firmen, die Praktika anbieten und Verbindungen mit Arbeitern herstellen. „There is a lot of innovation“, sagte Bock in ihrer Antrittsvorlesung.

roRo

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