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LEH auf den Punkt

Handel

Nachrichten-Sampler aus dem LEH Anfang Mai

Fritz ist tot

Die Hamburger Fritz-Cola hat sich vor allem im antikapitalistischen Berliner Doppelbezirk Friedrichshain-Kreuzberg gegenüber der Coke-Version aus den USA behauptet. Kontinuierliches Direktmarketing hat die Verhältnisse gekippt. Weil die Hamburger Fritzen den Gastronomen als unzuverlässig galten, hat sich vom Späti bis zum Edelgastronomen die braune Brause im rot-weißen Kleid aus den USA etabliert.

Tesco baut vor

Großbritanniens größter Lebensmittelhändler Tesco baut vor. Greenyard Frozen UK liefert bereits seit 35 Jahren TK-Obst und Gemüse an die Briten. Aber bislang war es nur ein Teil des Sortiments. In einem neuen Abkommen liefert Greenyard jetzt das gesamte Sortiment an Obst, Gemüse und Kräutern. Greenyard ist ein weltweit operierendes Frischeunternehmen mit Sitz in Belgien.

Spanische Kirschen

Die spanischen Fruchtexporteure erwarten eine um 10 bis 15 Prozent geringere Kirschenernte in diesem Jahr. Vor allem in Aragon und den Regionen Valencia und Murcia gehe die Menge um 15 sowie 30 Prozent zurück. 2018 wurden 34.000 Tonnen Kirschen vor allem nach Großbritannien, Frankreich und Deutschland verkauft.

Argentinische Traubenexporte brechen ein

In den letzten zehn Jahren sind die Exporte von argentinischen Tafeltrauben von 69.000 auf 4.000 Tonnen eingebrochen. Das Problem ist nach argentinischen Medien die dollarbestimmte Inflation der Kosten, die auch durch eine Verbesserung des Wechselkurses nicht eingefangen werden könnten. In den Hauptabsatzmärkten Russland, Nordeuropa und Brasilien kommen immer mehr günstigere Trauben aus Chile und Peru zum Zuge. In Russland kämpften die Argentinier mit dem neuen Lieferanten Indien.

Rotterdam per Schiff

Schon jetzt ist Rotterdam der größte Überseehafen für die Agrarwirtschaft.Jetzt plant die Hafengesellschaft ein weiteres 60 Hektar großes Gelände für Unternehmen aus dem Agrarbereich in Betrieb zu nehmen. 45 ha stehen für Firmen zur Nutzung an. Im nächsten Monat wird eine Baustraße angelegt. Ende 2020 sollen die ersten Firmen auf dem Gewerbegebiet an der Maasvlakte in Betrieb gehen.

Rotterdam per Bahn

In diesem Monat startet die neue Eisenbahnverbindung zwischen dem spanischen Obst- und Gemüseanbaugebiet nach Valencia. Dreimal die Woche sollen Kühlwaggons Frishware genauso schnell, aber klimagünstiger als der Lkw, in den Norden fahren. Der Ransport mit der Bahn reduziert den Ausstoß von Kohlendioxid um 70 bis 90 Prozent.

Albert Heijn

Nach einem erfolgreichen Testlauf in einem Supermarkt in Hoofddorp weitet der niederländische Supermarkt sein plastikloses Angebot von Obst und Gemüse auf zunächst weitere 150 Läden aus. Bis 2025 will AH in Abstimmung mit seinen Lieferanten das Verpackungsmaterial um 25 Prozent verringern.

Paris will keine US-Kirschen

Frankeich hat sein Importverbot für Kirschen für Länder verlängert, in denen das Insektizid Dimethoat erlaubt ist. Frankreich hält dieses für Gesundheitsbedenklich und setzt sich für ein EU-weites Verbot ein. Das betrifft vor allem US-Kirschen.

Alnatura

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt verbannt Alnatura seine Einweg-Kaffeebecher aus den Geschäften. Schrittweise wird die Einführung des Mehrweg-Pfandsystems Recup jährlich 300.000 Einwegbecher einsparen.

Bio-Wurst satt

Durch eine Kapazitätserweiterung hat die Biomanufaktur Havelland seine Wurstproduktion auf täglich 1,7 Tonnen gesteigert. Brandenburgs größter Fleisch- und Wurstverarbeiter hat in Produktionsräume, Kühlräume und in neue Maschinen investiert. Nach einer Insolvenz 2013 startete der Betrieb unter Führung der Bio Company mit 15 Mitarbeitern. Heute hat der Betrieb 50 Angestellte. Metzger und Köche werden weiterhin gesucht.

roRo; VLE

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