Menü

LEH auf den Punkt

Handel

Nachrichten-Sampler Juni aus dem LEH

Preissenkung gegen Lebensmittelabfall

Der niederländische Albert Heijn führt in einer Filiale in Zandvoort ein auf Künstliche Intelligenz basiertes Rabattsystem für sensible Produkte ein. Je näher das Ablaufdatum rückt, desto niedriger wird der Preis. Der Algorithmus gegen Lebensmittelverschwendung basiert auf einen Datenmix aus Standort, Bonusangebote, Wetterbedingungen, historische Verkaufsleistung sowie Lagerbestand. Gestartet wird mit den Produkten Huhn und Fisch, die zwei Preisetiketten erhalten. Den regulären Preis und der aktuelle Rabatt.

Hofer

Was dem Hipster sein Tattoo ist hartschaligem Obst sein Branding. Name, Haltbarkeit und Herkunft können Kiwi, Granatäpfel, Ingwer oder Avocados aufgetragen werden und ersetzt die notwendige Deklaration am Regal oder an der Frucht per Folie und Sticker. Hofer in Österreich hat nach einer Testphase die erste „Branding“-Anlage im Alpenland in Betrieb genommen und kann bis zu 5.000 Früchte pro Stunde markieren. Tests für sensiblere Produkte wie Tomaten laufen ebenfalls.

Pfifferlinge

Seit zwei  Wochen sind Sammler auf dem Westbalkan unterwegs und sammeln Pfifferlinge. Die professionellen Pflücker lassen die Pilzwurzeln s stehen, dass im nächsten Jahr wieder ein Pilz sprießen kann. Mit bis zu zehn Kilo am Tag starten sie die Frischesaison für die aromatischen Pilze mit breitem Hut. Im Verlauf des Sommers wandert das Erntegebiet nach Norden nach Polen, dem Baltikum und Weißrussland. Dort ist die Hauptsaison im Juli und August.

Mit „ohne Kerne“

Trauben und Mandarinen haben es bereits hinter sich: Den Marktstart ohne Kerne für einen convenienten Verzehr. Südafrika hatte bereits im letzten Jahr die erste kernlose Zitrone vorgestellt, die vereinzelt auch im deutschen LEH erreichte. In Afrika wurde das „Branding“ abgeschlossen und die kernlose Zitrone wird in diesem Monat erst einmal exklusiv bei Woolworths angeboten. Freuen sollen sich vor allem Köche und Barkeeper, die mit den Kernen haderten.  Kernlos geht auch die Innovation der spanischen Grupo AGF in die Saison 2019. Bei einem Besuch der Landwirtschaftsministerin Andalusiens, Carmen Crespo, stellten die Spanier die neue  Wassermelone vor.

Ein Cent für den Knotenbeutel

Aldi Süd und Nord nehmen ab diesem Sommer einen Cent für die Nutzung der so genannten Knotenbeutel, die dünnen Tüten für Obst und Gemüse. Zudem sind sie aus nachwachsenden Rohstoffen, oder die Kunden greifen gleich zum Aldi-Mehrwegnetz.

Rheinische Himbeeren sind da

Heimische Himbeeren drängen in die Frischeabteilungen. Bis zum August stehen die Sommerhimbeeren zum Verkauf, danach gelangen die so genannten Herbsthimbeeren in den Handel. Verbraucher sollen die weichen und sensiblen Früchte vor dem Verzehr nicht waschen. Dafür sollten sie im Kühlschrank nicht länger als zwei Tage aufbewahrt werden. Deutsche Ware ist teurer, weil die Himbeere täglich gepflückt werden müssen. Der Mindestlohn in Deutschland liegt über den erntelöhnen in Spanien, Portugal und Marokko, die ebenfalls Himbeeren nach Deutschland verkaufen.

Spargel in den letzten Zügen

Am 24. Juni ist „Spargelsilvester“. Dann ist Saisonschluss von frischen Stangen. Das Angebot war witterungsbedingt in den vergangenen Wochen nicht üppig und zog erst mit den heißen Sommertemperaturen der letzten Zeit an. Spargel- und Rhabarberpflanzen gehen dann in die Ruhephase, bilden Laub, produzieren Kohlehydrate, die im Winter in die Wurzel gezogen werden.

Rückverfolgbarkeit

Mit „BioGraphy“ stellen sich Obst- und Gemüsebauern aus Südtirol vor. Die Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse (VI.P) verzeichnet auf seinen Verpackungen den Namen des Erzeugers. Im Internet finden die Kunden dann die Kurzbiografien der Bauern und eine Hofbeschreibung.

Hofer

Für das Versprechen „Erntefrisch“ bezieht der österreichische Discounter Hofer Obst und Gemüse bevorzugt aus heimischer Produktion. Weniger als 24 Stunden nach der Ernte sin die Produkte im Laden. Im Großraum Wien und Neusiedel arbeitet Hofer mit der LGV-Frischgemüse zusammen, die Ware aus mehr als 100 Gemüsegärten bezieht. Der Weg zwischen Gartenbau und Genossenschaft ist durchschnittlich 2,2 km lang.

Infarm expandiert

Frische Kräuter aus einem Indoor-Gewächshaus bei der Metro und bei Edeka. Das Berlienr Start-up macht es möglich und sammelt weiteres Kapital zur Erweiterung seiner bislang rund 200 Gewächshäuser in Deutschland und der Schweiz.

Kaufland

Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase, Obst und Gemüse mit optischen Mängeln zu verkaufen, wird das Angebot „Die etwas Anderen“ auf ganz Deutschland übertragen. „Die Kunden reagieren extrem positiv auf unser Angebot an Obst und Gemüse mit optischen Mängeln. Wir stellen fest, dass gerade von diesen Sorten immer mehr in den Einkaufskörben landet", sagt O+G-Einkaufsleiter Markus Mutz. Einige Exemplare seien sogar „optisch ein Hingucker“.

China

Aldi Süd öffnet in Shanghai seine ersten beiden stationären Geschäfte. Lidl hat seine Online-Aktivitäten im Reich der Mitte „aus wirtschaftlichen erwägungen“ vor einigen Wochen eingestellt. Rewe hingegen stellt seinen „Ja-Frühstückscerealien“ bei TMall, der Online Plattform von Alibaba ein. Die Franzosen von Carrefour haben nach nahezu 20 Jahren  ihren Geschäfte an den chinesischen Mitbewerber Suning verkauft und reisen zurück nach Paris.

Lidl London

In London ist kaum eine Wohnung zu finden. Doch ausgerechnet dort expandiert Lidl UK mit mehr als 40 Filialen in die EU-freie Zeit. 560 Millionen Euro kostet die Investition.

Roland Krieg; VLE

Zurück