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LEH auf den Punkt

Handel

Nachrichten aus dem LEH im November 2020

Kaki

Sie sehen zwar aus wie Tomaten, heißen aber Kaki. Die Kakipflaume wird vom Kakibaum geerntet. Der griechische Name Diospyros weist sie als „Götterspeise“ aus. Der LEH bietet sie mit Aktionen derzeit zum Stückpreis zwischen 0,28 und 0,39 Euro an. Die meisten Kakis kommen aus Spanien. Unwetter Ende Oktober hat rund 4.000 ha Kakibäume getroffen. Die Großmärkte spüren seit Mitte November den Preisdruck und werden kaum bis Weihnachten ausreichend Früchte vorhalten können.

Äpfel-News

Das Deutsche Obstsorten Konsortium hat im November sein „Fräulein“-Wunder auf Berliner Märkten vorgestellt. Aus einem Zufallssämling wurde eine süß-säuerliche Apfelsorte mit knackigem Biss. Fräulein startete mit 180 Tonnen in diesem Jahr. Eine Million Bäume sind bereits zwischen dem Alten Land und dem Bodensee gepflanzt. Die neue Sorte soll im nächsten Jahr schon rund 3.000 Tonnen und im Jahr 2024 etwa 15.000 t Äpfel unter die Leute bringen.

Elbe-Obst hat die Verpackung seiner Äpfel neu gestaltet. Mit 24 Türchen, hinter denen sich jeweils ein QR-Code für insgesamt 120 Preise verbirgt. Je 12 Türchen sind auf den Seitenwänden des 3-kg-Kartons aufgebracht. Zu gewinnen gibt es Küchenhelfer, Kochbücher und Spielkonsolen.

Derweil hat Österreich am 13. November seinen „Tag des Apfels“ begangen und lockt mit heimischen Äpfeln  für regionale Wertschöpfungsketten. Äpfel sind das beliebteste heimische Obst. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden Äpfel im Wert von 73 Millionen Euro verkauft.

Bananen

Ende November treffen sich Erzeuger und Exporteure aus sieben lateinamerikanischen Ländern mit den größten Händlern in Europa, wie beispielsweise Tesco (GB) und Aldi (D). Ecuador, Kolumbien, Honduras, Guatemala, Costa Rica, die Dominikanische Republik und Panama liefern etwa 65 Prozent der in Europa gekauften Bananen und befinden sich in einem intensiven Dialog mit der Rainforest Alliance. Es geht um die Verlängerung der Naturschutzzertifizierung, die in den Ländern zu Mehrkosten von 1,68 Euro pro Karton (18 kg) Bananen führen wird. Die Einzelhändler müssten sich an den Kosten beteiligen.

Orangen

Es wird herbstlich und winterlich. Orangen als Vitamin C-Spender freuen sich wachsender Beliebtheit. Allerdings muss südafrikanische Ware den spanischen Früchten weichen. Orangen aus Südafrika sind zu klein und gingen auf dem Berliner Frischemarkt nur noch für wenig Geld über die Theke. Im LEH sorgen spanische Navelinas für einen Ausgleich und werden von Orangen aus Italien und der Türkei begleitet.

Naturkost

Auf seiner Mitgliederversammlung hat der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) unter dem Motto „Viva Attacke 2021“ einen Erneuerungsprozess angestoßen. Bis zur nächsten Mitgliederversammlung will die Branche ein neues Zukunftsbild entwerfen. Die Gewissheit, was die Bio-Branche ist, hat sich in den letzten Jahren verändert, heißt es bei der Begründung für den Erneuerungsprozess. Der BNN sucht seine Position im „notwendigen ökologischen und gesellschaftlichen Transformationsprozess.“

Naturprodukt GmbH

Die Molkerei auf der Insel Rügen hat eine neue Produktionshalle für 1,1 Millionen Euro in Betrieb genommen und 14 Arbeitsplätze gecihert und drei neue neue geschaffen. Das 1996 in Poseritz gegründete unternehmen produziert unter anderem Joghurt, Quark, Frischkäse.

Handelsmacht

Die Aufteilung der ehemals zur Metro gehördenen Real-Geschäfte läuft mehr als schleppend. Das Bundeskartellamt ist skeptisch, ob das zur Schwarz-Gruppe (Lidl) gehörende Kaufland wirklich 101 real-Filialen übernehmen soll. Kaufland will rund 100 der 200 Filialen übernehmen. Den Wettbewerbswächtern aus Bonn würde Kaufland zu groß.

roRo, VLE

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