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Logo „Ohne Gentechnik“ privatisiert

Handel

Verein verwaltet „Ohne Gentechnik“ - Logo

Am Dienstag wurde in Berlin der „Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V.“ gegründet. Der wird, wie auch ursprünglich vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgesehen, das Logo verwalten und vergeben.

Glaubwürdigkeitsdefizite bleiben
Inhaltlich hat sich im Rahmen der Privatisierung nichts geändert. Das von Teilen der Lebensmittelindustrie beschriebene „Glaubwürdigkeitsdefizit“ bleibt. Ministerin Ilse Aigner hält aber an dem Logo fest: „Mit dem „Ohne Gentechnik“-Logo geben wir den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, sich ganz bewusst für gentechnikfreie Lebensmittel zu entscheiden.“
Mit der Kennzeichnungsangabe „Ohne Gentechnik“ dürfen tierische Erzeugnisse gekennzeichnet werden, wenn – für eine gesetzlich festgelegte Zeit vor Gewinnung des Lebensmittels – auf gentechnisch veränderte Futtermittel verzichtet wurde. Das Logo ist neben Deutschland auch in der Schweiz und in Österreich eingetragen.
Letztlich soll das Logo die Lücke schließen, die von der EU nicht geschlossen werden will. Eine verbindliche Kennzeichnung für tierische Produkte wie Milch, Eier oder Fleisch einzuführen, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, ist nach den Vorgaben des europäischen Lebensmittel-Kennzeichnungsrechts gegenwärtig nicht möglich. Aigner setzt sich für eine Änderung des EU-Rechts ein.

roRo

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