Masterplan Schwein: Österreich hat ihn

Handel

Österreich steigt aus Vollspaltenhaltung für Schweine aus

Anfang der Woche hat das Fachgremium der AgrarMarkt Austria das AMA-Gütesiegel-Programm um einen Masterplan Schweinehaltung erweitert. In Absprache mit Landwirten, Verarbeitern und dem Handel steigt Österreich aus der Haltung auf Vollspaltenböden für Schweine bis 2032 aus.

Die Fachbeschlüsse erstrecken sich auf mehrere Bereiche. Mit sofortiger Gültigkeit bietet die AMA ein freiwilliges Modul „Mehr Tierwohl“ mit doppelt so viel Platz im Stall an. Es erweitert das bestehende Modul, das Landwirte fördert, die ihren Schweinen 60 Prozent mehr Platz geben, aber nicht weit genug gehe. In beiden Modulen ist die Liegefläche eingestreut. Der Anteil von Bio-Schweinen wird vervierfacht, was bis 2030 eine Million mehr Bio-Schweine pro Jahr bedeutet. Bis 2026 sollen alle Zuchtsauen- und Aufzuchtbetriebe in das AMA-Gütesiegel einbezogen werden. Für alle Nutztierkategorien soll der Selbstversorgungsgrad mit heimischen Eiweißfuttermitteln bis 2030 auf 90 Prozent steigen. Der Import von Futtersoja soll bis dahin um 50 Prozent gesenkt werden.

Die Vereinbarung ist für den Präsidenten der Landwirtschaftskammer Österreich, Josef Moosbrugger, ein Zeichen, dass die Landwirte für Vorleistungen bereit sind. „Mit ihrer bewussten Kaufentscheidung können Frau und Herr Österreich den AMA Masterplan Schwein erfolgreich machen.“ Nur dann funktionier das Gesamtpaket und werde nicht durch Billigimporte zunichte gemacht. Schlüssel ist die Herkunftskennzeichnung, die Moosbrugger bei der Regierung anmahnte.

roRo

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