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Meyer will anonyme Meldestelle

Handel

Meyer reagiert mit neuen Kontrolleuren

Nur ein Tag nach dem Verdacht eines großangelegten Gammelfleischskandals in Bad Bentheim zieht Landwirtschaftsminister Christian Meyer erste Konsequenzen. So soll schon im nächsten Jahr eine anonyme Melde- und Beratungsstelle eingerichtet werden, um Mitarbeitern die Gelegenheit zu geben, Missstände aufzudecken. Sie soll zusammen mit einer von dem Verbraucherzentrale Bundesverband geforderten Task Force im Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit LAVES eingerichtet werden. Im nächsten Jahr will Meyer 20 neue Stellen für die Lebensmittelkontrollen schaffen.

Das entspricht der aktuellen und generellen Forderung des Bund für Lebensmittrecht und Lebensmittelkunde (BLL). In Berlin soll jüngst wegen Personalmangel jede zweite Kontrolle ausgefallen sein. „Überall ist zu lesen, dass das Geld für Kontrolleure und Kontrollen fehlt. Hier sollte im Rahmen der Koalitionsverhandlungen künftig für eine bessere Ausstattung gesorgt werden“, erklärte Hauptgeschäftsführer Christian Minhoff.

Aufstocken alleine reicht aber nicht. Im Juni bereits ergaben sich bei Kontrollen im verdächtigten Betrieb Hinweise auf verdorbene Rohware im Eingangsbereich, teilt das Ministerium in Hannover mit. Sie wurden entsorgt. Vier von fünf Proben wiesen auf Ware hin, die nicht für den Verzehr geeignet gewesen ist. Im Oktober wurde der Betrieb erneut kontrolliert – aber erst die Hinweise von zwei Mitarbeitern machten den Fall öffentlich. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen Kennzeichnungsverstöße, Urkundsdelikte und gefälschte Veterinärzeugnisse.

Lesestoff:

Neuer Gammelfleischskandal in Niedersachsen

roRo

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