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NAFTA-Modernisierung bleibt umstritten

Handel

Changing a winning team?

Das nordamerikanische Freihandelsabkommen zwischen Kanada, den USA und Mexiko (NAFTA) soll nach Willen des US-Präsidenten Donald Trump „modernisiert“ werden. Das allgemeine Mantra der Agrarbranche lautet. “Do not harm“, wie das amerikanische Landwirtschaftsministerium in einem NAFTA-Beitrag zusammentrug. Gleichwohl sei eine „Modernisierung“ notwendig.

Don Shawcroft, Präsident des Colorado Farm Bureau, sagte, der amerikanische Agrarbereich gehöre zu den größten Gewinnern des NAFTA-Abkommens. Zwischen 1993 und 2016 hat sich der Handel mit den beiden anderen Partnern von 8,9 auf 38 Milliarden US-Dollar vervierfacht. Das Handelsbilanzdefizit zu den beiden Ländern habe sich nach Reggie Brown von der Tomatenbörse in Florida verringert. Es gebe weniger Dumpingfälle und mehr Sicherheitsnetze für amerikanische Produzenten. Melissa San Miguel von der amerikanischen verarbeitenden Lebensmitteindustrie blickt auf gesunkene Kosten und barrierefreieres Handeln mit Kanada und Mexiko zurück.

Das Institut für Agriculture & Trade Policy (IATP) hingegen fürchtet nach Vorlage der Modernisierungsziele, dass beispielsweise die nationalen Herkunftsangaben auf der Strecke bleiben. Verbraucher wüssten dann nicht mehr, woher die Produkte kommen. Nur Lippenbekenntnisse seien die Neuverhandlung des Investitionsschiedsgerichtes zwischen Staat und Unternehmen. Bei den Verhandlungen über den phytosanitären Bereich gebe es keine Fortschritte und sogar Rückschritte beim Schutz der kleinen US-Landwirte.

Roland Krieg

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