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NGO geben COP 19 auf

Handel

Klimakonferenz in Warschau gescheitert

Wenn die Klimakonferenz in Warschau schon keinen Rückschritt aufweist, galt die vorletzte Konferenz vor einem neuen Klimaabkommen ab 2015 schon als Erfolg.

Zumindest die Nichtregierungsorganisationen haben am Donnerstagmittag die Konferenz aufgegeben und haben demonstrativ und geschlossen um 13:30 Uhr dem Konferenzraum verlassen. Dieser „Walk out“ sei als Zeichen „gegen den unzureichenden politischen Willen entscheidender Regierungen“ zu verstehen, meldet Germanwatch.

„Die verantwortungslose Untätigkeit der Regierungen angesichts der schon heute dramatischen Ausmaße des Klimawandels hat uns keine andere Wahl gelassen. Mit unserem Boykott wollen wir auf den in dieser Form noch nie dagewesenen Einfluss der Wirtschaftsverbände auf den Klimaschutzprozess aufmerksam machen. Die fossile Industrie hat die Klimakonferenz in Warschau okkupiert und macht es damit unmöglich, im Klimaschutz voranzukommen“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Die Organisationen und Gewerkschaften werfen beispielsweise Japan und Australien vor, nach Warschau gereist zu sein, um ihre Klimaziele zu senken. Sowohl die USA als auch die EU „zelebrierten“ Stillstand, fasst Thomas Hirsch, entwicklungspolitischer Beauftragter von Brot für die Welt zusammen.

Die Industrieländer trügen die Hauptverantwortung des Scheiterns, hieß es. Der Austausch des polnischen Umweltministers sei zudem ein roter Teppich für die Kohlelobby.

Als erstes müsste der Einfluss der Industrie auf die UN-Konferenz drastisch eingeschränkt werden. Die Aktion soll den letzten Minuten der Konferenz Rückenwind geben, um doch noch Substanz in die Abschlusserklärung zu bringen, sagt Anika Schroeder von Misereor.

roRo

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