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Noch mehr Flüssiggasimporte aus den USA

Handel

US-LNG-Importe nahezu verdoppelt

Im Sommer 2018 haben EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump eine strategische Zusammenarbeit im Energiebereich vereinbart. Dazu zählt unter anderem der Export von Flüssiggas (LNG) aus den USA nach Europa. Am 02. Mai findet ein hochrangige Forum des gemeinsamen Energierates statt.

Die Experten blicken dabei auf bereits steigende LNG-Importe in die EU. Nach Katar und Nigeria sind die USA mit 12,6 Prozent Anteil der drittgrößte LNG-Importeur in die EU. Bis Anfang März 2019 ist gegenüber dem Zeitraum vor der Sommererklärung der Import auf 7,9 Milliarden Kubikmeter und damit um 181 Prozent angestiegen. Die USA liefert erst seit 2016 LNG in die EU.

Allein im Januar haben die USA 1,3 Milliarden Kubikmeter geliefert. Im Januar 2018 waren es lediglich 102 Millionen Kubikmeter. In der EU betragen die LNG-Reserven 150 Milliarden Kubikmeter. Mit acht von der EU in Höhe von 656 Millionen Euro werden die Lagerkapazitäten um 22 Milliarden Kubik bis 2023 erhöht.

LNG wird international immer mehr gehandelt. Nach Schätzung der Internationalen Energieagentur steigt das Volumen von heute 100 Milliarden Kubikmeter auf 505 Mrd. m3. Bis 2014 soll der Handel um weitere 40 Prozent steigen. Die EU importiert etwa 70 Prozent ihres LNG-Bedarfes.

Deutsche Infrastrukturprogramme

Mitte Februar hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit dem amerikanischen Vize-Energieminister Dan Brouilette über den LNG-Import gesprochen und dabei Eckpunkte für einen regulatorischen Rahmen vorgelegt., der die LNG-Infrastrukturprojekte in Deutschland koordiniert. Damit soll LNG dem Markt schnell zur Verfügung stehen. Darin werden die Fernleitungsnetzbetreiber verpflichtet, die Leitungen von den LNG-Terminals in das Hinterland zu bauen. Die Pflicht besteht aber nur, wenn sie auch ein eigenes LNG-Terminal bauen.

Der Netzentwicklungsplan Gas 2018 bis 2028 sieht den Anschluss des LNG-Terminals von Brunsbüttel nach Hetlingen vor. Das liegt gegenüber Stade am Elbufer in Schleswig-Hoslstein. Von den Baukosten in Höhe von 87 Millionen Euro entfallen 80 Millionen auf den Leitungsbau. Für die Leitungsplanungen von Stade und Wilhelmshaven liegen dem Bundeswirtschaftsministerium keine Kostenschätzungen vor. Am Standort Rostock ist ein „small-Scale-LNG-Terminal“ ohne Netzanbindung geplant.

roRo

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