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Optimistische Genossen

Handel

Raiffeisen mit deutlichem Plus

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) zog gestern auf seiner Bilanzpressekonferenz in Berlin eine positiv Bilanz des letzten Jahres. Die 3.086 Genossenschaften des DRV erzielten einen Umsatz von 39 Milliarden Euro. Das waren fast zwei Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Größter Umsatzträger sind die Genossen der Warenwirtschaft mit 19,1 Mrd., der Milchwirtschaft mit 10 Mrd. und die der Vieh- und Fleischwirtschaft mit 4,2 Mrd. Euro.

Falsche Förderung
Deutliche Stellung bezog DRV-Präsident Manfred Nüssel zur Förderung der Produktion nachwachsender Rohstoffe: „Die Politik wünscht eine stärkere Marktorientierung der Landwirtschaft, greift aber unter dem Gebot des Klimaschutzes mit Garantiepreisen und Garantieabnahmen bei Bioenergie massiv in die Märkte ein.“ Nüssel fürchtet damit eine Bevorzugung nachwachsender Rohstoffe, die auf Kosten der Futter- und Lebensmittel geht. Durch steigende Flächenkonkurrenz stehe dem Ackerfutterbau nicht mehr ausreichend Fläche zur Verfügung. Den DRV treiben die gleichen Sorgen um, wie den Verbänden der Lebensmittelindustrie. Zudem würden Nebenprodukte der Nahrungsmittelerzeugung in ihrer Verwertungsmöglichkeit schlechter gestellt.

Genossenschaften im DRV

2006

2007

Zahl (%)

Mrd. €

Anteil %

Mrd. €

Anteil %

Warenwirtschaft

18,0

48,6

19,1

48,8

575 (18,6)

Milchwirtschaft

9,5

25,5

10,0

25,6

294 (9,5)

Vieh- und Fleischwirtschaft

4,1

11,1

4,2

10,7

118 (3,8)

Obst, Gemüse, Gartenbau

2,2

6,0

2,4

6,1

97 (3,1)

Weinwirtschaft

0,8

2,1

0,8

2,1

219 (7,1)

Agrargenossenschaften

1,8

4,7

1,9

4,9

899 (29,1)

Sonstige

0,7

1,8

0,7

1,8

884 (28,6)

Summe

37,1

100,0

39,1

100,0

3.086

Q: DRV

Die Bauern erzielen rund 50 Prozent ihrer Umsätze in Zusammenarbeit mit den Genossenschaften. Mit 170.000 ha Ölsaaten auf Stilllegungsflächen und über 210.000 ha Energiepflanzen sind die Genossenschaften Marktführer im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe.

roRo

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