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Pfalzmarkt baut modernes Vermarktungszentrum

Handel

Obst und Gemüse aus der Pfalz bekommt neue Vermarktungshalle

Rheinland-Pfalz ist der Gemüsegarten Deutschlands. Seit 1980 hat sich die Freilandgemüseanbaufläche in der Pfalz mehr als vervierfacht. Vor allem auf der linksrheinischen Seite befinden sich die Regionen mit den besten Boden- und Klimaverhältnissen. Die Böden sind kalk- und humusreich. Die Verbindung lehmiger Böden mit eigentlich geringem Jahresniederschlag von 550 mm erlauben einen kontinuierlichen Anbau.

Von Bohnen über Chicorée, verschiedenen Gurken bis Roten Rüben, Sellerie und Zwiebeln gibt es alles, was das Gemüseherz begehrt. Die Gemüsebauern haben sich meist der Pfalzmarkt eG angeschlossen, die jetzt den ersten Spatenstich für Europas modernstes Vermarktungszentrum am Hauptsitz in Mutterstadt gesetzt hat. Als erste Stufe soll bis Ende 2021 eine neue Vermarktungshalle auf 30.000 Quadratmeter stehen. Das gesamte Neubauprojekt umfasst rund 15 Hektar und kostet etwa 30 Millionen Euro.

Entsprechend dem Saisonkalender bieten 180 Pfalzmarkt-Erzeuger mit 1,400 Mitgliedern derzeit 140 alte und neue Gemüsesorten an. Reinhard Oerther, im Pfalzmarkt-Vorstand für das Thema Vertrieb verantwortlich, sagt: „Mit der Standorterweiterung schaffen wir die Voraussetzungen für eine Frische- und Qualitätsoffensive.“

In er neuen Vermarktungshalle werden Obst und Gemüse nicht mehr unter freiem Himmel entladen. Die Traktoren fahren direkt in die Halle hinein. Gabelstapler bringen die Kisten in die Qualitätskontrolle. Ab da sind nur noch Elektro-Hubwagen im Einsatz. Dort wo die Ware kommissioniert wird, gibt es keine Abgase mehr und es geht deutlich leiser zu. Die kommissionierte Ware geht in der Reihenfolge ins Kühlhaus, wie sie später auf den Lkw verladen wird. Diese Prozesskette beschleunigt den Warenfluss.

Weil die neue Vermarktungshalle gleich als Kühlhalle konzipiert ist, verspricht sich die Pfalzmarkt eG eine bessere Energiebilanz.

roRo

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