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Pflanzenschutzmarkt in Südafrika

Handel

Pflanzenschutzmittel in Südafrika zu 100 Prozent importiert

Die Landwirte in Südafrika stehen wie ihre deutschen Berufskollegen vor dem Hintergrund auslaufender Wirkstoffzulassungen. Damit wird die Wahl an Pflanzenschutzmitteln immer enger.

Die Landwirtschaft ist einer wichtigsten Wirtschaftssektoren des Landes. Südafrika ist nicht nur Selbstversorger, sondern exportiert in verschiedenen Marktsegmenten wie Obst in die ganze Welt. Der Markt für Pflanzenschutzmittel gilt in Südafrika als ausgereift, obwohl es kein einziges Werk für deren Herstellung gibt. 100 Prozent der Mittel werden importiert. Die wichtigsten Lieferländer sind die USA, China, Frankreich und Deutschland. Mit 26 Prozent Marktanteil hat China die Nase vorn.

Die Hersteller blicken auf einen wachsenden Landwirtschaftssektor, mit dem auch der Import an Wirkmitteln steigt. Zwischen 2012 und 2017 ist der Import an Pflanzenschutzmitteln um 5,4 Prozent angestiegen und wird nach Prognose des „Marktausblick 2022 für Pflanzenschutzmittel in Südafrika“ der indischen Marktanalysten Ken Research bis 2022 um weitere 6,1 Prozent steigen. Ein Drittel entfallen dabei auf Herbizide.

Am Kap der Guten Hoffnung haben ökologische Pflanzenschutzmittel Erfolg. Landwirte satteln auf stärkerer Nachfrage von Konsumenten langsam von den konventionellen Mitteln um. Aktuell beträgt der Anteil ökologischer Pflanzenschutzmittel rund vier Prozent.

Die Fusion von Bayer und Monsanto wird den Wettbewerb der großen Agrochemie weiter intensivieren. Der ökonomische Ausblick sieht bis 2022 Vorteile für die südafrikanischen Landwirte, aber auch steigende Margen im Segment Pflanzenschutz. Die Firmen bieten zunehmend nicht nur Pflanzenschutzmittel an, sondern investieren in einen Gesamtservice vom Saatgut bis zur Bestandspflege.

Roland Krieg

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