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Radeberger „Flasche leer“

Handel

Mehr Weg für Radeberger Corona-Bier

Derzeit streiten die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Radeberger darüber, ob die Flaschen des mexikanischen Corona-Bieres tatsächlich Mehrweg sind. Das bedeutet, die Flaschen werden wiederbefüllt und mehrfach wieder verwendet. Radeberger nimmt acht Cent Mehrwegpfand für die Mehrweg-Flasche, müsste für eine Einweg-Flasche jedoch 25 Cent berechnen. Dadurch erzielt Radeberger beim Corona-Bier einen Kostenvorteil gegenüber anderen Bieren.

Den Eindruck, dass die Mehrweg-Flasche nur als Einweg verwendet wird, begründet die Deutsche Umwelthilfe durch zahlreiche Testkäufe. Nie fand sie Schleifspuren an den Flaschen, die beim Säubern und Wiederberfüllen eines echten Mehrwegproduktes auftauchen.

Auf Anfrage der DUH teilt Radeberger mit, die Flaschen zurück nach Mexiko zu senden, die mexikanischen Corona-Brauer der Grupo Modelo hingegen teilten mit, die Flaschen blieben in Deutschland.

Wo die Flaschen sind bleibt offen. Aber interessant ist: Radeberger verkauft Mehrweg-Flaschen, die nach Umrundung des halben Globus in der Tat einen „Mehr Weg“ hinter sich haben. 9.650 Kilometer Luftlinie für leere Flaschen statt Altglascontainer?

Roland Krieg

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