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REACh belastet Chemieindustrie

Handel

Zeitdruck bei der chemischen Industrie

Bis zum 30. November 2010 müssen alle Hersteller und Importeure von chemischen Produkten, die im Jahr die 1.000 Tonnen-Marke übersteigen in Helsinki registrieren lassen. Sonst droht ein Produktions- und Einfuhrstopp, warnt der Verband der chemischen Industrie (VCI). Das gilt auch für die Firmen der Pflanzenschutzindustrie.

Bürokratie aus dem Weg räumen
REACh steht für Registration, Evaluation and Authorization of Chemicals und wurde 2007 als Kompromiss zwischen Verbraucher und Industrie gefeiert, einen höheren Schutz durch die erlaubten Stoffe zu erlangen. „Die Unternehmen tun alles dafür, die beiden Verordnungen sorgfältig und fristgerecht umzusetzen. Allerdings ist das Zeitfenster äußerst knapp bemessen. Vor allem der Abstimmungsbedarf im Registrierverfahren nach REACh braucht mehr Zeit, als Gesetzgeber und Behörden eingeplant haben. Die EU-Kommission, die Chemikalienagentur ECHA und die Industrie müssen gemeinsam bürokratische Hemmnisse bei der Genehmigungsprozedur identifizieren und möglichst schnell ausräumen", betont Dr. Gerd Romanowski vom VCI auf einer der zahlreichen Informationsveranstaltungen Anfang der Woche in Frankfurt. Die Anleitungen für die Dossiers an die Chemikalienagentur ECHA umfassen rund 3.000 Seiten – und damit steige der Beratungsbedarf für die rund 1.700 Unternehmen der Branche.

Lesestoff:
Der VCI informiert bereits online auf www.reach.vci.de

roRo

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