Regionale Kennzeichnungsvielfalt erhalten
Handel
Regionalität als Motor der Entwicklung
Pro agro als Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in Brandenburg unterstützt seit 1992 Regionalinitiativen bei der Vermarktung der Produkte in Berlin und Brandenburg.
Regionalität ist jedoch schwer zu definieren. Das Augenmerk ausschließlich auf die Herkunft der Zutaten aus der Region zu legen, hält pro agro für unzureichend, zumal es keine einheitliche Definition für das Gebiet gibt, das als Region bezeichnet wird. Gerade auch bei unverarbeiteten Lebensmitteln, wie Tomaten oder Äpfel kann eine Marke auch überregional eine regionale Wertschöpfung induzieren, so pro agro.
Außerdem mangelt es in den östlichen Bundesländern oftmals an Verarbeitungsstätten, weswegen nicht alle Arbeitsschritte auch in der Region durchgeführt werden können. Und wie verhält es sich bei der Verwendung von exotischen Gewürzen?
Zahlreiche Regionalmarken existieren in Deutschland, die unterschiedliche Kriterien und Schwerpunkte für ihre Produkte festgelegt haben. Diese Vielfalt wird von den Verbrauchern anerkannt und mit einer Kaufentscheidung belohnt, sagen die Regionalexperten in Brandenburg.
Daher könne eine gesetzliche Regelung für die Verwendung von Regionalmarken bei Lebensmitteln die Vielfalt der Regionalinitiativen behindern. Gewinner wären die Regionalmarken der Händler.
Roland Krieg
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