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Reichenauer Gurke nicht vom Bodensee

Handel

Herkunftsangaben werden kontrolliert

Seit Regionalität Verbrauchern immer wichtiger wird, nehmen auch die Betrugsfälle mit einem Herkunftssiegel zu. Alexander Bonde, Landwirtschaftsminister in Baden-Württemberg, hat bei der Vorstellung des Jahresberichtes der Lebensmittelkontrollen die Betrüger gewarnt, denn die Experten der Lebensmittelüberwachung sind in der Lage zu überprüfen, ob das Produkt auch wirklich aus der Region kommt. Denn Verbraucher sind bereit für regionale Produkte mehr Geld auszugeben und haben das Recht auf wahre Angaben. Mit hochempfindlichen Methoden kann überprüft werden, ob es sich bei „Apfelsaft vom Bodensee“ tatsächlich um ein regionales Produkt handelt oder um ein Konzentrat aus China.“ Herkunft und Anbaumethode entsprechen dem Fingerabdruck eines Produktes, dass identifiziert werden kann.
Im vergangenen Jahr wurde in mehreren Fällen Äpfel und Apfelsaft fälschlicherweise mit der Herkunft „Bodensee“ gekennzeichnet. Eine als „Reichenauer Gurke“ gekennzeichnete Gurke hatte den Bodensee nie gesehen. Und auch beim Spargel wurden punktuell Fälschungen entdeckt.
Die Experten können auch die Herkunft von Fleisch überprüfen. „Mit dem neuen Untersuchungsschwerpunkt Herkunft und Echtheit von Produkten leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Verbraucher vor Täuschung, aber auch zum Schutz unserer regionaler Erzeuger“, so Bonde

Isotopenanalyse

Zur Prüfung der Herkünfte werden Isotope der leichten Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Schwefel und Wasserstoff herangezogen. Die Zusammensetzung ist regional verschieden und das „Isotopenmuster“ setzt sich als Fingerabdruck im Boden und in der Pflanze fest. Über Futterpflanzen gelangt es auch in Tiere, so dass sich die Muster letztlich auch bis zum Verbraucher feststellen lassen könnten.

roRo

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