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Rumänien will mehr Touristen im Land

Handel

Investitionen im Wellness- und Gesundheitstourismus

Tourismuslabel Rumänien

Die Regierung hat im August einen Masterplan für die Belebung des Tourismus vorgelegt und Investitionen in den Bereichen Wellness und Gesundheit angekündigt. Rumänien gilt als sicheres Reiseland und will mit attraktiven Angeboten mehr Ausländer anziehen. Die Tourismuswirtschaft in den Bergen, der Küste und entlang der Donau müssen aufgebaut oder modernisiert werden. Insgesamt liegen 36 Projekte vor, von denen vier bereits finanziert werden.

Bis Ende 2018 dürfen sich Regionen mit Projektbeschreibungen um die attraktive Förderung in Höhe von 70 bis 90 Prozent bewerben, teilt Germany Trade & Invest (gtai) mit. Wer den Termin verpasst, wird von der Förderliste gestrichen.

Neben Kur- und Heilstätten sowie Skitourismus in den Bergen wird entlang der Donau und den Küsten der Yachttourismus ausgebaut. Die Kurorte waren einst weltberühmt. Für die Wiederbelebung sieht die Regierung für das Programm von 2014 bis 2020 rund 119 Millionen Euro vor. Die langfristigen Planungen laufen auf das Jahr 2021 zu. Denn wird die Kreishauptstadt Timisoara (Temeswar) 14 Jahre nach Sibiu Europas Kulturhauptstadt. Für die Stadt sind 48,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Ökologisierung der Gebiete rund um den Belona-See am Schwarzen Meer mit Radwegen wird mit 4,5 Millionen veranschlagt.

Die Ziele müssen Erfolg haben. Die Tourismuswirtschaft hat in den ersten Halbjahren 2016 und 2017 ein von 124 auf 480 Millionen Euro eingefahren. Drei Viertel der 1,2 Millionen reisenden Nicht-Inländern in den Herbergen stammen aus Europa.

Nicht der erste Plan

Die Idee ist nicht neu. Schon 2001 wurde auf der Basis von Kerndaten im Rahmen einer Sonderveranstaltung an der FH München eine Studie veröffentlicht, die Rumänien als Reiseland vor allem in Deutschland bekannt machen sollte. Für die Region Hermannstadt und rund um die Moldau wurde ein Marketingkonzept erstellt. Das Land hatte in den 1960er Jahren Erfahrungen im Massentourismus erworben, geriet aber in der Diktatur von Ceausescu und nach der Wende auf Grund seines schlechten Images immer wieder in die Isolation. Schon vor 15 Jahren sagte die Studie einen Erfolg des rumänischen Tourismus voraus – sofern die Qualität stimmt. Mangelnde finanzielle Ressourcen müssten durch Kreativität und Eigeninitiative ausgeglichen werden.

Gute Chancen für globalen Tourismus

Die Internationale Touristenbörse ITB 2017 in Berlin hat dem weltweiten Tourismus durch den wirtschaftlichen Aufschwung gute Zukunftsperspektiven aufgezeigt. Nachhaltiger Tourismus und Reisesicherheit sichern sich die ersten Plätze. Auf der ITB präsentierte sich Rumänien mit dem Dreiklang Natur, Kultur und Authentizität. Im März präsentierte der Tourismusverband ein neues Logo und lädt in den „Garten der Karpaten“ ein. Dennoch stammt die Hälfte der Urlauber aus Rumänien selbst. Ausländer berichten in hohem Maße, dass ihre Erwartungen übertroffen wurden.  

roRo

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