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Sanierungsfall Rabe-Pflüge

Handel

Rabe: Investorenprozess in Eigenverwaltung

Intensiv blaue Pflüge sind das Markenzeichen des Landmaschinenherstellers Rabe in Bad Essen. Ende Juli hat Rabe – Grégoire Besson einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Damit sollen Löhne und Gehälter als auch die Produktion gesichert werden. Die französischen Gesellschafter von Grégoire Besson sind gleichzeitig die größten Kunden von Rabe.

„Wir suchen den Schutz der Insolvenz in Eigenverwaltung, um als Teil der Grégoire Besson Gruppe einen Investorenprozess für die ganze Gruppe erfolgreich abschließen zu können“, erklärt Simon Schlüchter, Mitglied der Geschäftsführung der Grégoire Besson GmbH. „Unser erklärtes Ziel ist es, durch unseren Insolvenzantrag den Verkauf der Gesamtgruppe auf optimale Art und Weise zu unterstützen. Wir sehen darin die beste Option für uns, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und gleichzeitig die bestmögliche Gläubigerbefriedigung zu erreichen“.

Im Ortsteil Rabber gründete einst Johann-Friedrich Klausing 1889 eine Schmiede und stellte Pflüge und andere Ackerbaugeräte her. Die enge Verbindung mit Frankreich entstand durch die Gründung eines Werks in Frankreich. Im Rahmen eines Generationenkonfliktes endeten die Expansionspläne, die 1989 technisch Sämaschinen umfasste und 1992 zum Saxonia-Werk in Bernburg führte. Der Neuanfang 2001 sollte mit Rabe Agrarsysteme ein Neuanfang sein, der allerdings mit Zahlungsschwierigkeiten 2011 durch die Übernahme durch Gregoire-Besson ein glückliches Ende nahm.

Vorerst. 2015 übernahm Simon Schlüchter die als Vertriebsleiter die Rabe-Märkte Deutschland, Benelux, Österreich und die Schweiz. Er ordnete die Vetriebswege neu und gewann neue Händler. Erst 2016 haben die Rabewerke eine neue Lackieranlage für 2,5 Millionen in Betrieb genommen. Neben dem Rabe-Blau wurden auch für John Deere grüne Teile und Maschinen sowie rote für die französische Gregoire-Gruppe lackiert.

Roland Krieg

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