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Sommer-Ende mit Schrecken

Handel

Halloween verliert an Fahrt

>Das keltische Jahr beschränkte sich auf die beiden Jahreszeiten Sommer und Winter. Das Ende des Sommers war auch das Ende des Jahres, weswegen dieses Datum eine große Bedeutung hatte. Alles sollte abgeschlossen sein, was es an Aktivitäten in der Landwirtschaft gegeben hat und die häusliche Gemeinschaft der Großfamilie konnte an diesem Tag endlich abends zusammen sitzen. Vor 5.000 Jahren wurde Samhain gefeiert, der Vorläufer des Halloween-Festes am 31. Oktober. Der Wortursprung Samhain, dass wie Sa-un ausgesprochen wird, bedeutet Sommer-Ende.
Da es in der Landwirtschaft über den Winter nichts mehr zu tun gab, musste die Hausgemeinschaft die Zeit über zusammen verbringen. Die Themen Heirat, Reisen, Wohlergehen und Tod spielten eine große Rolle. Wer in einem Kuchen den eingebackenen Ring fand, der sollte nicht mehr lange alleine bleiben. Getreidekörnern und Nüssen wurde nachgesagt, sie wüssten über eine bestehende Verbindung Bescheid: Verbrennen sie, in ein Feuer geworfen, ruhig, dann bleibt die Verbindung stabil – springt hingegen ein Korn aus der Feuerstelle, dann sollte einer der Partner untreu werden.

In der Nacht zum 01.11. sollten die Verstorbenen auch wieder ihre alten Wohnungen aufsuchen und von den Lebenden Besitz ergreifen. Die Geister wurden durch Feuer aufzuhalten versucht, woraus sich letztlich der Halloween-Brauch der beleuchteten Kürbisse entwickelte.
Allerdings neigt sich der Halloween-Boom dem Ende. Der Kulturwissenschaftler Prof. Werner Mezger am Institut für Volkskunde von der Albert-Ludwig-Universität Freiburg sieht Halloween „auf dem absteigenden Ast. Die Begeisterung für das aus Amerika übernommene Fest hat in Europa ihren Höhepunkt überschritten.“ Das Thema sei nur noch in den Medien und bei der Industrie interessant: „Der Reiz ist weg.“

Kürbis-Salat
Wem die Jahreszeit trotzdem noch den Spaß an saisonaler Küche bereitet, der kann zu Halloween einmal den österreichischen Kürbis-Salat ausprobieren:
Zutaten:
1 kg Kürbis; 2 saure Äpfel (320 g); 1 harte Birne; 1 Bund Schnittlauch; Für die Marinade: 3 EL Joghurt (45 g); ? TL Senf; Saft einer Zitrone; 2 EL Öl; Salz; weißer Pfeffer; Selleriesalz; Zucker; gemahlener Ingwer

Zubereitung:
Kürbis unter kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen; schälen und Kerne entfernen; das Fruchtfleisch auf einer Gemüseraspel raffeln und in eine Schüssel geben;
Äpfel und Birnen schälen, vierteln und entkernen, ebenfalls raffeln und zum Kürbis geben;
Schnittlauch unter kaltem Wasser abspülen, mit Haushaltspapier abtupfen, fein schneiden und zum Salat geben; Für die Marinade Joghurt, Senf, Zitronensaft und Öl in einer kleinen Schüssel verrühren; mit Salz, Pfeffer, Selleriesalz; Zucker und Ingwer pikant würzen;
Marinade über den Salat gießen und gut mischen. Zugedeckt im Kühlschrank 15 Minuten durchziehen lassen.

Roland Krieg wünscht guten Appetit

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