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Sonnleitner mit Grüner Woche zufrieden

Handel

Gute Stimmung auf der IGW

>Heute Morgen zog Bauernpräsident Gerd Sonnleitner eine positive Bilanz der Internationalen Grünen Woche. Bis Sonntag werden es wieder mehr als 400.000 Besucher auf dem Messegelände gewesen sein, die mit einem Pro-Kopf-Konsum von 25 Euro Kontinuität zu den letzten Jahren aufweisen.

Sonnleitner (links) bei der BilanzpressekonferenzInsgesamt sehe man am deutschen Milchmarkt, dass die Abverkaufszahlen wieder nach oben gehen, was ein Zeichen für die Hinwendung auf den heimischen Produktmarkt sei. Sonnleitner begrüßte noch einmal ausdrücklich die Wiedereinführung der Exportsubventionen. Gerade in den osteuropäischen Ländern, wie in Russland, sind die Währungen weich geworden und die Konsumenten können sich die teuren europäischen Milchprodukte nicht mehr leisten. Die Exportsubvention leiste dort für den Abverkauf Hilfe und richte sich nicht gegen den Weltmarkt oder gegen die afrikanischen Milchbauern. Sonnleitner sagte, dass die Exportmilch gar nicht nach Afrika ginge. Zudem habe die jüngste EU-Politik bereits Wirkung gezeigt und die Talfahrt der Milchpreise gestoppt.

Zwei Dinge hob Sonnleitner bei seiner Bilanz hervor. Zum einen hat das „Forum Internationale Grüne Woche“ die Messe insgesamt aufgewertet. Mehr als 40 Minister und Staatssekretäre sind zu Beratungen nach Berlin gekommen.

Dann hat der DBV mit dem russischen Bauernverband AKKOR einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der neben gemeinsamen Fachseminaren auch einen Austausch von Praktikanten vorsieht. Der russische Bauernpräsident Wladimir Plotnikow kann dabei auf positive Erfahrungen zurückblicken, war er doch vor 19 Jahren als Praktikant auf einem deutschen Bauernhof. Solche Kooperationsverträge, so Sonnleitner, sind auch Bestandteil des Friedens zwischen Völkern.

Es gab am frühen Morgen Gerüchte, dass Bauernpräsident Gerd Sonnleitner gesagt haben soll, es werden in Zukunft nur noch drei Molkereien in Deutschland geben. Auf der Pressekonferenz hörte es sich differenzierter an. Als Vertreter des Berufsstands müsse er einen Diskussionsprozess anstoßen, der zur Bildung von so genannten „Leuchttürmen“ in der Milchwirtschaft führen. Er könne aber niemals eine Zahl angeben, wie viele Molkereien tatsächlich aus dem Strukturwandel herauskommen. Sonnleitner betonte, dass regional immer Nischenmolkereien für regionale Spezialitäten Bestand haben werden.

roRo

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