SuperBioMarkt Hamburg ist pleite

Handel

Radau hat Pleitegeschäft vor der Insolvenz umbenannt

Der Biopionier Rainer Welke aus Münster gründete 1973 mit dem Makrohaus einen der ersten drei Biomärkte in Deutschland. 1985 stieg Michael Radau ein und baute eine Filiale des in Kornblume umbenannten Laden in Telgte auf. Seitdem ging es steil aufwärts. Welke und Radau hatten 1992 schon vier Bioläden und schlossen sie zur „Biogarten Naturkost“ zusammen. Ein Jahr später hatte Radau das Konzept eines BioSupermarktes zusammen und öffnete 1992 den ersten SuperBioMarkt in Düsseldorf. Zehn Jahre später gab es 20 Läden, die aber einer regionalen Ausrichtung treu blieben. 2018 wurden Firmenkunden in Münster mit einem Lastrad beliefert und ein Jahr später gab es mehr als 20 Märkte. 2022 ist Radau in Hamburg in Konkurs gegangen..

Die Mitarbeiter haben das zufällig von einem Handwerker erfahren, der das Mitte Mai eher zufällig mitteilte. Die Filiale hätte nach Medienberichten schon längst schließen müssen. Ursache ist die Kündigung des Mietvertrages, was aber nach Radau der Vermieter auch hätte rückgängig machen können. Ärger um Löhne und mit dem Betriebsrat sollen zu den Verwerfungen geführt haben. Die Hamburger Filiale sei auch vom westfälischen Zentrum zu weit entfernt.

Radau wollte retten, was zu retten ist und hatte vor dem Insolvenzantrag den SuperBioMarkt in Hamburg in „HH Osterstraße GmbH“ umbenannt. Doch unter dem Insolvenzfleck schimmert immer noch der SuperBioMarkt hervor.

Roland Krieg

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