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Türkei zwischen Handel und Politik

Handel

Türkisches Obst für Russland

Auf politischem Terrain agiert die  Türkei in schwierigem Gewässer. Wirtschaftlich hingegen geht es dem Staat am Bosporus gut. Zur Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin haben sowohl der britischer Anbieter Thomas Cook als auch Norbert Fiebig, Vorsitzender des Deutschen Reiseverbandes (DRV), die Türkei als Reiseland mit großem Potenzial ausgemacht. Im letzten Jahr sind die britischen Übernachtungen gestiegen und die deutschen Buchungen haben sich für das Reisejahr 2018 bereits wieder verdoppelt. Für die Bundesbürger biete die Türkei mit ausgezeichneter Reisestruktur ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Das hat auch Russland auch auf dem Obst- und Gemüsemarkt erkannt und den Weg von türkischen Granatäpfeln, Auberginen, Zucchini, Paprika und Salaten ab dem 05. März für alle türkischen Anbieter frei gegeben. Der Westliche Mediterrane Exporteurverband (BAIB) rechnet für den Tomatensektor bald mit gleichen Freiheiten.

Die Türkei plant auch bereits für die Zeit nach dem Krieg in Syrien. Das Land könnte für den Wiederaufbau mit überschüssigem Strom aus der Türkei versorgt werden, schreibt die Zeitung Daily Sabah. Ankara kann sich sogar einen Energieverbund mit Russland vorstellen, der für Syrien über die Türkei Energie bereitstellt. Dazu sollen bald erste Gespräche in Moskau stattfinden.

Roland Krieg

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