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Unternehmertransparenz für Soziales und Umwelt

Handel

Unternehmer sollen Sozial- und Umweltbelange angeben

Im Rahmen der „EU-Strategie für die soziale Verantwortung der Unternehmen“ hat die Europäische Kommission am Dienstag einen Vorschlag vorgelegt, dass Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in ihrem Jahresbericht relevante und wesentliche Angaben zu ökologischen und sozialen Aspekten offen legen. Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier begründet die Schwelle mit zu hohen und teuren Auflagen für kleine Unternehmen.

Um auch für die großen Unternehmen Kosten zu minimieren, soll kein detaillierter Nachhaltigkeitsbericht erstellt werden, sondern nur knappe Informationen, die ein Bild der Firma widergeben, das Lage und Entwicklung nachzeichnet. Die vorgeschlagene Maßnahme ist von einer nicht-preskriptiven Grundhaltung geprägt und lässt den Unternehmen erheblichen Spielraum, relevante Informationen so zu veröffentlichen, wie sie es für sinnvoll halten. Gesellschaften können sich auf internationale oder nationale Leitlinien stützen, die sie für geeignet halten (z. B. „Global Compact“ der Vereinten Nationen, ISO-Norm 26000 oder Deutscher Nachhaltigkeitskodex).

Gesellschaften, die schon heute vergleichbare Angaben machen nehmen nach Barnier bei ihrer Entscheidungsfindung eine langfristige Sichtweise ein, haben niedrigere Finanzierungskosten und können eher talentierte Mitarbeiter gewinnen.

roRo

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