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US-Währungsspiel

Handel

Setzt Trump auf einen schwachen US-Dollar?

Der US-Dollar ist nach wie vor die Leitwährung des Welthandels. Ein schwächerer Dollar macht den Euro stärker und verschiebt Handelsströme. US-Präsident Donald Trump hatte am 03. Juli in einem Tweet den Eingriff der USA in die Währungsmärkte angekündigt. Trump wähnt sich in einer Verschwörungstheorie, dass China und die EU den US-Dollar als Leitwährung ablösen wollen.

Am Freitag erteilte in einem Post-G7-Finanzministertreffen der US-Schatzmeister Steven Mnuchin dem Eingriff in die Währungskurse nach Angaben der ABN Amro Bank eine Absage: „Derzeit.“ Ausschließen wollte es der Finanzminister aber für die Zukunft nicht. Westeuropäische Banker halten die Effekte auch nicht für groß genug, sollten die USA ihrer Währung einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Nach ABN-Ökonom Bill Diviny müssten angesichts der zirkulierenden Dollar-Menge „Unsummen“ von den USA aufgebracht werden. Einfluss könnte auch nur eine gemeinsame Aktion mehrerer Marktteilnehmer erzielen. Außerdem sei der US-Dollar derzeit nicht überwertet und zieht seine Stärke aus der der Währungsgeschichte heraus.

In den USA gibt es gegenüber der EU ein anderes System. Auf dem alten Kontinent ist die Europäische Zentralbank für die Wechselkursverhältnisse zuständig. In den USA liegt die politische Federführung beim Finanzminister, der sich mit der Federal Reserve und der New York FED abstimmen muss. Diviny hält eine Unterstützung für eine Änderung der Währungspolitik durch die FED für nicht gegeben.

Roland Krieg

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