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Verbraucher halten die Börse zu

Handel

LEH: Kunden gaben im 1. Quartal weniger aus

Erstmalig seit einem Jahr sind die bezahlten Durchschnittspreise für Fast Moving Consumer Goods, den so genannten schnell drehenden Konsumgütern, gefallen. Im Gegensatz zum Vorquartal, sind die bezahlten Durchschnittspreise um 1,3 Prozent gefallen. Das meldet das aktuelle LEH-Preis- und Promotionstracking von Informations Resources (IRI) und der Lebensmittelzeitung. Interessant: Es handelt sich um die Preise, die Verbraucher tatsächlich an der Kasse bezahlt haben.

Verbraucher reagieren auf steigende Preise
Preissteigerungen, unter anderem für Lebensmittel, sind Tagesgespräch. Zurecht, so die Analyse von IRI. Die Durchschnittspreise des vergangenen Jahres sind je nach Warengruppe um bis zu 19,2 Prozent in der Spitze für Molkereiprodukte gestiegen.
Vor allem durch höhere Energie- und Rohstoffpreise sind die Abverkaufspreise im letzten Jahr um durchschnittlich 6,6 Prozent geklettert.
Weil aber auch Autofahren und Heizen teurer geworden sind, reagieren die Verbraucher. „So sparen sie derzeit, wo es am wenigsten schmerzt und greifen aktiv bei den Preisaktionen des Handels zu und kaufen günstigere Produktvarianten als im vergangenen Jahr“, so die Analyse der Marktexperten. Vor Weihnachten sitzt das Geld noch locker und die Geschenke dürfen etwas größer ausfallen. Im ersten Quartal 2008, dem Nachweihnachts-Quartal, schnüren Verbraucher den Gürtel wieder etwas enger.




Veränderungen in Prozent

I / 2008 zu I / 2007

I/08 zu IV/07

Gesamtmarkt

Aktionsgeschäft

Gesamtmarkt

Ø Preis

Absatz

Umsatz

Abs.

Ums.

Ø Preis

Ums.

Getränke

3,8

- 2,3

1,4

- 7,8

2,1

- 5,7

- 11,9

Süßwaren

8,4

1,4

10,0

17,7

29,3

- 3,2

- 16,8

Grundnah-rungsmittel

5,4

-2,0

3,3

- 4,5

- 3,6

1,8

- 6,1

Convenience / gekühlte Prod.

0,9

2,9

3,8

14,6

13,0

0,3

- 3,0

Gelbe und
Weiße Linie

19,2

- 3,6

14,9

9,6

38,2

1,2

1,5

Tiefkühlkost

7,2

4,0

11,5

15,7

24,9

- 1,6

1,5

Babynahrung /
-pflege

2,3

0,2

2,6

- 7,9

- 5,6

- 1,9

08

Gesamt

6,8

- 1,5

5,2

3,0

7,9

- 1,3

- 6,6

Information Resources GmbH 2008 (leicht verändert / Angaben in Prozent)

„Dass die Situation für Industrie und Handel nicht per se nachteilig sein muss, zeigt der Vergleich zum Vorjahr: Im Normalgeschäft ist der Umatz im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahresquartal erneut um 5,2 Prozentpunkte gestiegen, im Aktionsgeschäft sogar um fast acht Prozentpunkte. Trotz der grundsätzlich hohen Preissensibilität der Verbraucher, wird der Löwenanteil der Umsätze immer noch zum Normalpreis umgesetzt.“

Auf die Promotion kommt es an
Aktionskampagnen sind kein Selbstläufer. Die einfache Preisreduktion ist die am wenigsten aufwändigste. Andere Möglichkeiten sind ein aufgestelltes Display oder zusätzliche kommunikative Maßnahmen (Feature). Im ersten Quartal 2008 hat die Kombination aus Preisreduktion und Display (15,0 %) eine höhere Verkaufschance erbracht als die Preisreduktion alleine (13,4 %). Aktionskampagnen mit aufwändigeren Features hatten den geringsten Erfolg.
An den „Aktionstheken“ haben die Sortimente den größten Erfolg, deren Preise am meisten kletterten. So ist nach Angaben von IRI der Umsatz von Molkereiprodukten im Aktionsgeschäft um 40 Prozent gestiegen.

roRo

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