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Verbraucher zeigen „trading up“

Handel

Qualität zahlt sich aus

Pro Kilogramm haben die Bundesbürger in den letzten zehn Jahren mehr für Obst und Gemüse bezahlt. Bei frischem Gemüse liegt der Durchschnitt bei 40, bei Obst sogar bei 50 Cent. Nach Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft AMI liegt das nicht allein am Preis. Die Marktexperten haben in den Warenkorb hineingeschaut und beispielsweise festgestellt, dass der Anteil kernloser Trauben im Jahr 2006 lediglich bei 57 Prozent lag. Heute stellen sie 74 Prozent des Sortiments. Für diesen Qualitätsvorteil haben die Kunden 37 Prozent höhere Preise gezahlt.

Bei exotischen Früchten greifen und zahlen die Kunden lieber für vorgereifte Ware, die fast schon zum Standard geworden ist. Kirschen mit einem Durchmesser von 24 mm haben kaum noch eine Chance gekauft zu werden.

Die Ökonomen bezeichnen das als „trading up“, wenn eine wie auch immer definierte Qualitätsverbesserung mit einem höheren Preis bezahlt wird. Der Wunsch vieler Landwirte hat sich umgesetzt, wenn auch meist unbemerkt. So lieben Verbraucher Champignons mit brauner Färbung und kleine Tomaten wie Cocktail- und Cherry-Tomaten legten in diesem Jahr bereits um sieben Prozent zu. Andere Tomaten-Verkäufe wuchsen lediglich um zwei Prozent.

Wer sein Auge auf das Verbraucherverhalten legt, weiß, was er morgen produzieren soll.

roRo

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