Verbraucherlaune steigt mit der Sonne

Handel

Verbraucherstimmung hellt auf

Das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschlands zeigt im zweiten Monat hintereinander eine sich aufhellende Verbraucherstimmung, die sich offenbar zunehmend vom Infektionsgeschehen abkoppelt.

Dabei hat sich seit Jahresanfang das Infektionsgeschehen im März wieder deutlich verschlechtert. Zudem hat die gegensätzliche Entscheidung zu Ostern der Politik viel an Vertrauen gekostet. Ob sich die Ministerpräsidenten in dieser Woche früher als geplant treffen sollten, darüber ist verschiedenen Länder uneins.

Der große Konjunkturschub wird nach Ansicht von Timo Wollmersheimer vom ifo-Institut „nach hinten verschieben“. Das Wachstum für 2021 liegt je nach Wirtschaftsinstitut zwischen 3,0 und 3,7 Prozent. Für das Jahr 2022 liegen die Zahlen bei 3,0 bis 4,8 Prozent.

Aber: Die Impfungen haben begonnen, es werden immer mehr Menschen im Sommer mit der zweiten Impfung versorgt sein, die Städte probieren Sonderöffnungsmodelle und mittlerweile wird auch in Deutschland über einen Impfpass geredet. Das dritte Quartal lockt mit einer weitestgehenden Normalisierung des Alltags.

Dennoch sind die Preise aktuell wegen der Rückkehr zur alten Umsatzsteuer und höherer Erdölpreise angestiegen. Das spiegelt sich aber nicht in der Anschaffungsneigung der Verbraucher, die mit der Frühlingssonne besser geworden ist und für das dritte Quartal kräftig zulegen könnte. Dann begleitet der private Konsum auch wieder die positive Exportlage.

Im Pandemiejahr gingen die Durchschnittslöhne real lediglich um ein Prozent zurück. Allerdings ist das Arbeitsvolumen auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Gestiegen ist die Kurzarbeit, die Zahl der Arbeitslosen verfehlt bislang jegliches prognostizierte Schreckensszenario. Allerdings ist es für Arbeitssuchende schwerer geworden, neue Arbeit zu finden.

roRo

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