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Verbraucherstimmung stabil

Handel

Geld für Konsum oder Miete?

1,5 Prozent Wachstum für 2018 sind nach Einschätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) „fraglos solide“. Doch habe das letzte Quartal „keinen markanten Aufholprozess“ gezeigt. In seinem aktuellen Konsumbarometer resultiert der Wachstumsimpuls der deutschen Volkswirtschaft nach wie vor aus der Binnennachfrage. Je zur Hälfte teilen sich Bruttoanlageinvestitionen und der private Konsum die Wachstumsmedaille.

Der private Konsum steig um 1,0, der staatliche sogar um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung sieht in seiner Meldung vom 22. Januar die Gefahr einer Rezession vorerst vom Tisch. Marktteilnehmer versprühen zwar „keinen konjunkturellen Optimismus“, signalisierten aber „eine eher überraschende Zuversicht“.

Die Wachstumsraten der vergangenen Jahre sind erst einmal nicht zu erwarten. Das liegt am internationalen Handel. China wächst mit 6,6 Prozent so wenig wie zuletzt vor 28 Jahren. Peking hat ein milliardenschweres Konjunkturpaket aufgelegt.  Näher rückt der Brexit. Die Entwicklungen sind nach den Entscheidungen im britischen Unterhaus offener denn je. Die enge wirtschaftliche Verzahnung der Briten mit der EU werde aus einem geordneten oder ungeordneten Deal negative wirtschaftliche Folgewirkungen für die EU haben.

Der Blick auf die privaten Ausgaben trübt sich trotz verbesserter Stimmung ein. Mittlerweile geben die Deutschen 27 Prozent ihres Einkommens für Mieten aus. Ein internationaler hoher Wert. Das Baukindergeld werde die Besserverdienenden begünstigen, die ohnehin eine Immobilie erwerben wollen und das Fördergeld einfach mitnehmen. Das bestätigt die Bundesregierung, da 90 Prozent der Förderanträge mit dem Kauf einer Bestandsimmobilie begründet werden. Der mittelbare Effekt auf Geringverdiener über eine gesteigerte Bautätigkeit wird nicht erfüllt. „Damit verfehlt diese Subvention weitgehend ich eigentliches Ziel“, schließt der HDE seine Monatsbetrachtung.

roRo

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