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Wachstumsdelle mit Belebung

Handel

Verbraucherstimmung springt nach oben

Die IWF-Chefin Christine Lagarde sieht die Weltwirtschaft „an einem heiklen Punkt“. Mit Blick auf die neuen Prognosen in der kommenden Woche erwartet der Internationale Währungsfonds „eine kurze Rezession“ – doch in der zweiten Jahreshälfte und sogar bis 2020 soll sich die Weltwirtschaft wieder erholen.

Entsprechend unklar bleiben auch die Wachstumsprognosen 2019 für die deutsche Wirtschaft. Sie schwanken aktuell zwischen 0,5 bis 1,2 Prozent. Das elendige Hickhack um den Brexit sorgt für anhaltende Unruhe zwischen Weltuntergang und „Alles wird gut“. Für 2020 gibt es nach der Gesellschaft für Konsumforschung schon wieder ein Wachstum von 1,7 Prozent. Talfahrt mit Ende.

Der GfK-Blick auf die Konsumenten zeigt ein leichtes Minus bei Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung, doch bleiben die Zahlen auf „exzellentem Niveau“. Und alle Wirtschaftsweisen sind sich einig, dass „das Wachstum in Deutschland weiterhin maßgeblich durch die Binnennachfrage gestützt wird“. So lautet das Fazit des aktuellen Konsumbarometers des Handelsverbands Deutschland (HDE). Die Zahl der Erwerbstätigen nahm um ein weiteres Prozent auf 44,8 Millionen zu. Erstmalig lag das Arbeitsvolumen im März bei mehr als 61 Milliarden Stunden und hat einen neuen Rekord erzielt. Mit der Zahl der Erwerbstätigen stieg auch das Niveau der Löhne. Der Reallohnindex 2018 stieg nach dem Statistischen Bundesamt gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent an.

Trotz leichtem Rückgang der Einkommenserwartung im März ist die Konsumlaune der Verbraucher ungebrochen und der Binnenkonsum bleibt für 2019 die wichtigste Stütze der Konjunktur. Vor allem deshalb, weil die Niedrigzinspolitik anhält: Sparen ist keine Alternative.

Roland Krieg

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