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Wege zum Wachstum

Handel

Ernährungsbranche sieht Exportchancen

In der Zeit vom 13. bis 17. Oktober öffnet mit der Anuga in Köln wieder die weltweit bedeutendste Fachmesse der internationalen Food- und Beveragebranche. Die Messe Köln erwartet für die rund 600 Anbieter aus über 100 Ländern mehr als 160.000 Fachbesucher, die sich über Produkte, Innovationen, Konzepte und Trends zwischen Kühltheke, Frischvermarktung und Lagerung sowie Logistik informieren.

Neues Konzept für neue Märkte
Das umgebaute und neue Gelände der „Koelnmesse“, die zusammen mit dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL) die Anuga veranstaltet, bietet jetzt 300.000 m2 Ausstellungsfläche.
Wolfgang Kranz, Geschäftsführer der Koelnmesse, wirbt mit noch zwei weiteren Neuheiten. Bioprodukte hatten seit 2003 bereits eine eigene Plattform auf der alle zwei Jahre stattfindenden Anuga gehabt. In diesem Jahr hat der Ökomarkt den Status einer eigenen Fachmesse erreicht und spiegelt damit den um 17 Prozent gestiegenen Anteil der privaten Haushaltsausgaben für Bioprodukte wieder. Die Anuga 2007Vielfalt im Biobereich braucht mittlerweile eine größere Messepräsentation. Zugleich stehen Themen wie Zertifizierung, Warenverfügbarkeit und Preisgestaltung im Fokus der „Anuga Organic“.
Neu ist auch das Partnerland-Konzept der Anuga. Mit Fisch und Meeresfrüchten, Fleischprodukten aus Huhn und Ente als Frischware, tiefgekühlt oder konserviert, Obst und Gemüse: Thai Food ist populär.
Im vergangenen Jahr erzielten die thailändischen
Lebensmittelhersteller einen Umsatz von 9,3 Milliarden US-Dollar und damit eine zweistellige Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr. Exportschlager Nummer 1 war Seafood, das knapp 53 Prozent des Exportvolumens bestimmte und um 10 Prozent gewachsen ist. Obst und Gemüse nehmen 20 Prozent des Exports ein.
Thailand erzielt 25-prozentige Wachstumsraten in seinen neuen Märkten Lateinamerika, Osteuropa, Australien, China und Taiwan. Die Thai Food Industrie ist sehr ehrgeizig und will sich zum Zentrum der regionalen Bio-Erzeugung entwickeln.

Wachstumsmotor Export
Der Branchenumsatz in Deutschland betrug in den ersten sechs Monaten 70,9 Mrd. Euro. Der Export ist der wichtigste Wachstumsmotor. Im ersten Halbjahr 2007 wurden deutsche Lebensmittel und Getränke mit einem Warenwert in Höhe von 16,3 Milliarden Euro verkauft. Mit einem Plus von 13,2 Prozent wuchs der Auslandsmarkt deutlich stärker als die Inlandsnachfrage mit drei Prozent.
Sorgen gibt es über gestiegene Rohstoffpreise. Die haben sich durchschnittlich um 9,7 Prozent verteuert, was nach der nächsten Absatzstufe eine Teuerung um 2,4 Prozent nach sich zog. Preissteigerungen konnte die Ernährungsindustrie also nur mäßig weitergeben und leidet nach eigenen Angaben unter dem Preisdruck der Handelsketten. Diese wollen sich weiterhin im Preiswettbewerb gegenüber den Verbrauchern profilieren.

Export in die EU
Die stärksten Exportbrummer sind Fleisch- und Fleischwaren mit 5,8 Mrd. Euro, Molkereiprodukte mit 5,3 Mrd., Dauerbackwaren und Süßwaren mit 3,8 Mrd. und alkoholische Getränke mit 2,3 Mrd. Euro. Rund 80 Prozent der Exporte verbleiben in der EU. Davon gehen 60 Prozent in die Niederlande, nach Italien, Frankreich, Österreich und Belgien. Die 12 neuen EU-Mitglieder nehmen Waren im Wert von drei Milliarden Euro auf. Das entspricht 10,7 Prozent Exportanteil. Der wichtigste Kunde ist Polen.
Nach Asien wurden Waren im Wert von 1,3 Milliarden Euro verkauft. Das, so die Branche, sei noch ausbaufähig.

roRo; Foto: Koelnmesse

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